Haare ab - Ladies, rasiert euch die Köpfe! StudiBlog
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Frau rasiert sich die Haare vom Kopf

Haare weg – #nohairgoals – Rasiert euch die Köpfe, Ladies!

„Oh mein Gott, wo sind deine Haare?“ Egal, wo ich hingehe, schallt mir dieser Ausruf von Freunden und Bekannten entgegen. Übelnehmen kann (und will) ich es ihnen nicht, denn der Anblick ist zugegebenermaßen erst einmal gewöhnungsbedürftig: Ich habe mir den Kopf rasiert. Und das als Frau. Neun Millimeter kurze Stoppeln zieren nun meinen Kopf. Ich gebe zu, dass mich die Überwindung eine lange Zeit gekostet hat. Eine sehr, sehr lange Zeit. Doch inzwischen kann ich sagen: Neben ein paar wenigen Nachteilen überwiegen die Vorteile dann doch enorm.

Der Stylefaktor

Womit ich zunächst nicht gerechnet hatte, waren die zahlreichen Komplimente, die mir meine neue Frisur einbrachte. Nahezu jeder war total begeistert davon und sagte mir, dass mir der Style sehr gut stehen würde. Besonders interessant fand ich die Komplimente, die ich so zuvor noch nie erhalten hatte und wahrscheinlich auch nie erhalten hätte. Man lobte meine schöne Kopfform und bezeichnete mich als mutig und „fresh“. Auch fremde Personen, wie z.B. der Kassierer in einem Fast Food Laden, sprachen mich positiv darauf an.

Nun sollte man meinen, dass nach den vielen Lobliedern auch die Kritik nicht lang auf sich warten ließ. Doch zu meinem Erstaunen fiel diese nahezu komplett aus. Bei gerade mal zwei Personen habe ich deutlich merken können, dass diese von meinem Look alles andere als begeistert waren. Doch mehr als ein „Okay… krass…“ bekam ich auch von ihnen nicht zu hören. Und es ist auch vollkommen in Ordnung, wenn es ihnen nicht gefällt. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Das „Feeling“

Die Anzahl der Male, in denen ich mir am Tag mit meinen Händen über meinen Kopf fahre, nimmt fast schon ungesunde Ausmaße an, doch ich kann es einfach nicht lassen. Einen weicheren Kopf hat in meiner Umgebung bisher nur meine Katze. Die Umstellung verlief im Allgemeinen erstaunend schnell. Nur zu gern habe ich mich daran gewöhnt, dass mir beim Wechseln meiner Schlafposition nicht mehr plötzlich tausend Haare an den Zähnen kleben. Dass ich mir an windigen Tagen ständig einen Zopf binden musste und dann trotzdem immer ein Haar in meinem Auge landete, werde ich so schnell auch nicht vermissen. Stattdessen ist gerade jetzt im Frühling jeder Windhauch, der sich sanft seinen Weg durch meine Stoppeln bahnt, mehr als angenehm. Aufpassen sollte man allerdings, wenn die Sonne mal etwas stärker scheint. Wer sich hier nicht die Kopfhaut verbrennen und einen Sonnenstich riskieren will, sollte sich lieber einen schönen Sommerhut aufsetzen.

Ein weiter kleiner Nebeneffekt, mit dem ich so erstmal nicht gerechnet hatte: Da Frauen mit rasiertem Kopf ja doch eher noch eine Seltenheit sind, klatscht man den gesellschaftlichen Konventionen täglich ein großes Fuck You! ins Gesicht. Ob man das möchte oder nicht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Mir hat es jedenfalls eine ordentlichen Push für mein Selbstbewusstsein gegeben.

Cheap Thrills

Kurzes Haar bedeutet sparen – sowohl Zeit als auch Geld. Bis auf mein Shampoo (auch wenn es als Volumenshampoo hier eigentlich seinen Sinn verfehlt) habe ich sämtliche Haarpflegeartikel in die tiefsten Winkel meiner Schublade verbannt. Sämtliches Geld für Pflegespülungen, Schaumfestiger, Haarspray und sogar Haarbürsten kann nun für schöne Unternehmungen gespart werden. Durch die Überflüssigkeit von Haartrocknern, Glätteisen und Lockenstäben wird sogar bei der Stromrechnung gespart. Logischerweise erübrigt sich hiermit auch jegliches Stylen und Föhnen. Die paar Millimeter Haare trocknen nämlich in nur wenigen Sekunden. Da hat man morgens gut und gerne mal zehn Minuten mehr Zeit, um zur Uni zu fahren – oder zu schlafen.

Haare ab – Mein Fazit

Wer an seinen Haaren hängt, soll sie natürlich behalten. Doch wer wie ich seit langer Zeit mit dem Gedanken spielt, sich die Haare ordentlich zu kürzen, dem kann ich nur raten: Go for it! All meine Sorgen – was werden die Menschen denken? Habe ich überhaupt die richtige Kopfform dafür? Wird meine Oma mich enterben? – haben sich in nicht einmal ansatzweise bestätigt. So nervös ich anfangs auch war, bisher habe ich es nicht einen Tag bereut.

Quelle: SAARA

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