Mediziner-ABC: D wie Depression, Diagnose & Defi | StudiBlog
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EKG-Gerät, das Daten für eine Diagnose ausgibt.

Mediziner-ABC: D wie Defibrillator, Depression und Diagnose

Die nächsten erklärten Begriffe aus unserem Studenten-ABC für Mediziner sind Defibrillator (Defi), Depression und Diagnose.

Unsere Auflistung ist kein klassisches medizinisches Lexikon – reine Definitionen von medizinischen Fachbegriffen und -gebieten gibt es genug. Es wird hier vielmehr versucht Fragen zu beantworten, die vor oder zu Beginn Deines Medizinstudiums auftauchen. Natürlich ist unser besonderes Lexikon nicht vollständig. Wenn Du also wichtige Begriffe hast, die Deiner Meinung nach in unserer Auflistung fehlen, freuen wir uns über Deine Nachricht.

Defibrillator / Defi

Defibrillatoren (Schockgeber) sind seit den 1990er Jahren im Einsatz, seit einigen Jahren sind sie in aller Munde. Wenn das Herz in eine lebensgefährliche Rhythmusstörung gerät, soll ein Defibrillator mittels Elektroschocks den normalen Herzrhythmus wieder herstellen. Er verbessert die Chancen einer erfolgreichen Herz-Lungen-Wiederbelebung, kann sie aber nicht ersetzen. In jeder größeren öffentlichen Einrichtung hängt irgendwo so ein Gerät. Im Internet werden reihenweise Defis für den „Hausgebrauch“ angeboten.

Wichtiger wäre aber eine vermehrte Aufklärung und Schulung der Bevölkerung. Denn obwohl die Bedienung der Defibrillatoren so einfach wie möglich konzipiert wurde, schreckt die Bevölkerung im Notfall häufig vor deren Gebrauch zurück. Da bleibt nur die Hoffnung, dass im Ernstfall ein versierter Medizinstudent anwesend ist.

Depression

Depression hat viele Gesichter. Im Gegensatz zum Burn out Syndrom ist die Depression ein eindeutig klassifiziertes Krankheitsbild, das im ICD-10 F32 und F33 (http://www.icd-code.de/icd/code/F32.0.html) beschrieben wird. Meist lässt sich die Depression nicht auf eine einzige Ursache zurückführen, sondern entsteht aus dem Zusammenspiel neurobiologischer und psychosozialer Einflussfaktoren. Wenn beispielsweise zur genetischen Veranlagung noch ein emotional belastendes Ereignis dazu kommt, kann das schon eine Depression auslösen. Auch Stress kann Depressionen auslösen.

Auch wenn alle Medizinstudenten nahezu demselben Stress ausgesetzt sind, so geht doch jeder anders damit um. Der Eine hat eben „nur“ Stress, für den er selbst Ausgleichszeiten finden kann. Beim Anderen kommt noch die Veranlagung, eine belastende Trennung, mangelndes Selbstbewusstsein oder einfach nur eine geringere Stressresistenz dazu und schon wachsen einem die Sorgen über den Kopf. Bist du einmal gefangen im Abwärtsstrudel aus negativer Zukunftserwartung, zerstörerischem Selbstbild und Misstrauen gegen Alles und Jeden, ist der Ausweg ohne fremde Hilfe eine große Kraftanstrengung. Und Kraft, Elan, Antrieb sind genau die Dinge, die einem Depressiven fehlen. Doch auch Studieren mit Depression ist möglich, wenn man ehrlich zu sich selbst ist und sich rechtzeitig Unterstützung sucht.

Weitere Infos und Hilfsangebote in deiner Nähe findest du im Internet oder am Info-Telefon Depression unter der Tel.: 0800 / 33 44 533.

Diagnose

Der Duden beschreibt Diagnose als Feststellung oder Bestimmung einer körperlichen oder psychischen Krankheit (durch den Arzt).

Die Diagnostik zieht sich als Grundlage durch alle Fachgebiete der Medizin. Die Diagnose ergibt sich aus den erstellten Befunden. Diese Befunde werden durch die Anamnese, durch eine körperliche Untersuchung oder durch chemische oder apparative Untersuchungen erhoben. Die Diagnose ist entscheidend für die weitere Vorgehensweise bei der Behandlung. In medizinischen Klassifizierungssystemen, wie der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD), werden Diagnosen schematisch in Gruppen eingeteilt und so grob abgebildet.

Mit dem Bestehen des „Physikums“ beweist du, dass du jene Grundlagen beherrschst, die für das Verständnis der Entstehung (Pathogenese), das Erkennen (Diagnose) und Behandeln (Therapie) der Krankheiten der Patienten nötig sind.

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