Mediziner-ABC: D wie Dresscode, Doktorarbeit & Dokumentation
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Frau in braunem Häkelpulli macht sich mit blauem Kugelschreiber und einer Tasse Kaffee Notizen zu ihrer Doktorarbeit.

Mediziner-ABC: D wie Doktorarbeit, Dokumentation und Dresscode

Die nächsten erklärten Begriffe aus unserem Studenten-ABC für Mediziner sind Doktorarbeit (Dissertation), Dokumentation (Dokumentationswahnsinn) und Dresscode im Krankenhaus.

Unsere Auflistung ist kein klassisches medizinisches Lexikon – reine Definitionen von medizinischen Fachbegriffen und -gebieten gibt es genug. Es wird hier vielmehr versucht Fragen zu beantworten, die vor oder zu Beginn Deines Medizinstudiums auftauchen. Natürlich ist unser besonderes Lexikon nicht vollständig. Wenn Du also wichtige Begriffe hast, die Deiner Meinung nach in unserer Auflistung fehlen, freuen wir uns über Deine Nachricht.

Doktorarbeit / Dissertation

Nicht jeder Arzt ist auch ein Doktor, die Promotion ist in Deutschland nicht vorgeschrieben. Zum „Doktor med.“ oder „Dr. med.“ wird man erst durch das Verfassen der Doktorarbeit und die Promotion.

Die Doktorarbeit, auch Dissertation genannt, ist das eigentliche Schriftstück, das angefertigt und in einem weiteren Schritt verteidigt werden muss, um die Promotion, die Verleihung des akademischen Grades, zu erhalten.

Im Gegensatz zu anderen Studiengängen wird die Dissertation im Fach Medizin in der Regel nicht nach dem Studium, sondern während des Studiums geschrieben oder begonnen. Die meisten Studierenden beginnen mit der Doktorarbeit im klinischen Teil zwischen dem fünften und zehnten Semester. Das bedeutet natürlich zusätzlichen Stress im oft schon vollgepackten Studienalltag. Die Doktorarbeit ist ein Projekt, auf das du im Studium so gut wie gar nicht vorbereitet wirst. Die allermeisten Studenten unterschätzen den Arbeitsaufwand einer Doktorarbeit. Da hilft es natürlich, sich das Thema gut zu überlegen, schließlich verbringt man die kommenden Monate unendlich viel Zeit damit.

Der Doktorand wird von einem promovierten Mitarbeiter eines Lehrstuhles betreut und begleitet. Die Begutachtung und Bewertung der Doktorarbeit sowie die wissenschaftliche Verantwortung übernimmt der Doktorvater. Er ist eine habilitierte Person und oft der Leiter des Lehrstuhles.

Das Promotionsverfahren kann erst nach Beendigung des Studiums mit der Verleihung der Promotionsurkunde vollständig abgeschlossen werden. Die Noten reichen dabei von „rite“ über „cum laude“, „magna cum laude“ bis zur absoluten Bestnote “ summa cum laude“.

Dokumentation / Dokumentationswahnsinn

Spätestens wenn man im Krankenhaus als Assistenzarzt anfängt, beginnt auch der Dokumentationswahnsinn. Man gerät in die Mühlen der Klinik-Bürokratie.

Im Krankenhaus muss von der Anamnese bis zur Entlassung jeder Handgriff dokumentiert werden und natürlich auch Diagnosen codiert und Patientenbriefe diktiert oder geschrieben werden. Ein gewisses Maß an Dokumentation ist natürlich notwendig und sinnvoll, um zum Beispiel Patientendaten systematisch zu erfassen oder die nachfolgenden Schichten über besondere Vorkommnisse zu informieren. Auch kann es, zum Beispiel bei Klagen gegen die Klinik oder einzelne Mitarbeiter, sehr nützlich sein eine lückenlose Dokumentation der Behandlungsschritte vorweisen zu können.

Das Problem dabei ist, dass die wenigsten Medizin studieren, weil sie gerne Formulare und Dokumentationsbögen ausfüllen. Die Zeit mit und für die Patienten leidet unter den hohen bürokratischen Anforderungen.

Dresscode im Krankenhaus

Sieht man in Fernsehserien Ärzte über die Krankenhausflure schweben (wahlweise stolzieren), dann meist perfekt gestylt mit lässig wehendem weißen Kittel.

Doch Vorsicht, Nachahmung nicht empfohlen! Auf vielen Stationen ist ein zugeknöpfter weißer Kittel – meist aus hygienischer oder ästhetischer Sicht – Pflicht. Auf anderen Stationen widerum wird ein (meist blauer oder weißer) Kasack getragen. Vorgeschriebene Dienstkleidung wird in aller Regel vom Arbeitgeber gestellt. Lediglich die Pädiatrie bildet oft, auch nicht immer, eine Ausnahme. Um auf kleine Patienten nicht angsteinflößend zu wirken, wird zu der weißen Hose ein normales Shirt getragen. Um am ersten Arbeitstag in kein Fettnäpfchen zu treten, am besten an den Assistenzärzten orientieren oder, wenn möglich, sich vorher erkundigen.

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