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Klugscheisser-Wissen Teil 1

Um Klugscheisser zu werden, muss man ganz schön was auf dem Kasten haben! 😉

Egal ob als Ersti, wenn du grade dabei bist, dich an der Uni einzufinden, oder auch als fortgeschrittenes Semester, es schadet nie, genügend Gesprächsstoff auf Lager zu haben. Insbesondere die älteren Semester müssen ja schließlich die Erstis mit erstklassigem Klugscheisser-Wissen und dem entsprechenden Auftreten von ihrer „Überlegenheit“ überzeugen können ;-)! Das erreichst du zum einen, indem du deinen Kommilitoninnen und Kommilitionen angeregt zuhörst und weißt, was grade so Thema ist am Campus. Aber auch du selbst kannst natürlich für Gesprächsstoff sorgen, das würden wir aber jetzt einfach mal dir selbst und deinem Grad an Kreativität überlassen! 😉 Eine weitere Möglichkeit, ein richtiger Klugscheisser zu werden ist es und da kommen wir auch schon zum Punkt, deinen Wort- und Wissensschatz um entsprechendes Klugscheisser-Halbwissen zu erweitern. Dazu haben wir dir hier mal ein paar doppel- oder auch mehrdeutige Begriffe zusammengestellt. Wird nun eine der hier beschriebenen Bedeutungen genannt, kannst du stets anfügen: „wusstet ihr eigentlich, dass diese Wort auch … bedeuten kann?!“ – „Krass, echt? Was du alles weißt… !“ So könnte dann eine mögliche Antwort der beeindruckten Mitstudentin lauten und schon ist der Abend gerettet! 😉

Tipp: Wer in Sachen Kommunikation etwas gehemmt ist, sollte sich einfach mal zwingen über den eigenen Schatten zu springen und drauf los quatschen. Nicht jeder Beitrag kommt gut an, aber jede Art der Kommunikation macht dich eine Spur versierter und sicherer auf dem Weg zu dem Typen oder dem Girl, der/das den Tisch alleine unterhalten kann! Also auf los geht´s los und viel Spaß und Erfolg auf deinem Weg zum echten Klugscheisser! 😉

Der erste Teil, der fast endlos erweiterbaren Liste an Klugscheisser-Wissen:

Atlanten: 

Je nachdem, ob der Plural von Atlas oder von Atlant gemeint ist, dürfte der Begriff mehr oder weniger geläufig sein. Jeder Schüler, der den Erdkundeunterricht nicht völlig verpennt hat, weiß, was zu tun ist, wenn die Atlanten, manchmal auch Atlasse genannt, hervorgeholt werden müssen, um in diesem Buch Länder, Flüsse, Gebirge der Welt zu suchen. Versucht man allerdings, die Atlanten als Pluralform von Atlant irgendwo hervorzuholen, richtet man entweder ein riesen Desaster an, oder man arbeitet bei einer Bau- bzw. Abbruchfirma. Diese Atlanten sind Gebälkträger, meist bei antiken Gebäuden, in Form einer männlichen Figur, benannt nach dem altgriechischen Gott Atlas. Klugscheisser-Wissen vom Feinsten, nicht nur für angehende Bauingenieure und Architekten! 😉

Beize:

Je nachdem, ob man Heimwerker, Hobbyköche oder Jäger nach der Bedeutung von Beize befragt, wird die Antwort unterschiedlich ausfallen.  Der Heimwerker versteht unter Beizen die Behandlung fester Körper zur Veränderung der Oberfläche mit einer Beize. Diese Beizung kann u. a. zum Schutz der Oberfläche gegen Oxidation (bei Metall) oder Schimmel (bei Holz und Geweben) dienen, aber auch zur Färbung der Oberfläche. Diese Art der Beize sollte der Hobbykoch keinesfalls verwenden. Er versteht unter Beizen das Einlegen bzw. das Marinieren eines Lebensmittels. Zumeist werden rohes Fleisch oder Fisch gebeizt, um Geschmack zu verleihen, Geschmack zu entziehen oder auch um das Produkt haltbar zu machen. Die Beize eines Jägers hat mit keinerlei Flüssigkeiten zu tun. Er versteht unter Beize die Jagd auf Feder- und Haarraubwild mit Hilfe von abgerichteten Greifvögeln (Beizjagd).

Crack:

Je nach persönlichen Vorlieben 😉 assoziiert der geneigte Leser Crack entweder mit der (illegalen) Kopie eines Computerprogramms, bei der ein herstellerseitig angebrachter Kopierschutz entfernt wurde oder mit dem Rauchen einer kokainhaltigen Droge. Doch es gibt auch zwei positiv belegte Bedeutungen des Wortes. Der Begriff wird wegen seiner Bedeutung in der englischen Umgangssprache (crack „Prachtstück, tolle Sache, ‚Kanone‘) ganz allgemein für einen Vollprofi, ein Ass auf seinem Gebiet verwendet. Im offiziellen Sprachjargon ist Crack der Fachbegriff für ein sehr gutes, konstant erfolgreiches Rennpferd.

Dom:

Der Theologe versteht unter dem Dom die rangmäßig höchste Kirche, in der der Bischof zelebriert. Dom wird abgeleitet vom lateinischen domus dei: Haus Gottes. Sie dient nie als Pfarrkirche oder als Abteikirche. In Deutschland bezeichnet man mitunter auch Stiftskirchen ohne Bischofssitz als Dome.

Der Geologe dagegen versteht unter dem Dom eine rundliche sattelförmige Aufbeulung, Erhebung z. B. den Salzdom. Für die besonderen Klugscheisser unter euch sei diese Erläuterung angefügt: Der Dom ist eine „konvexe geologische Struktur mit allseitig nach außen gerichtetem Fallen und kreisförmigem bis elliptischem Grundriss. Hierzu gehören unter anderm auch Brachyantiklinalen. Meist nur deskriptiv, nicht genetisch gebraucht“ (Quelle: spektrum.de)

Flip-Flop:

Ich möchte jetzt nicht sagen, Flip-Flops sind in aller Munde. Als modische Sandale sind sie eher „an aller Füße“.

Auch andere Flip-Flops nimmt man besser nicht in den Mund. Elektronische Schaltungen, die zwei stabile elektrische Zustände haben und durch entsprechende Eingangssignale von einem Zustand in einen anderen geschaltet werden können, nennt man Flip-Flops oder auch bistabile Kippstufe. Die verschiedenen Flip-Flop-Arten werden unterschiedlich angesteuert. Sie haben unterschiedlich wirkende Eingänge und ändern ihren Zustand nur bei bestimmten festgelegten Bedingungen. Ein einfaches Flip-Flop hat zwei Eingänge und zwei Ausgänge. Taktabhängige Flip-Flops haben noch einen entsprechenden Takteingang C. Flip-Flops ohne Takteingang sind vollständig taktunabhängig. Ihre Setz- und Rücksetzeingänge lassen sich jederzeit ansprechen.

Gast:

Je später der Abend, desto schöner die Gäste. Wer kennt sie nicht, die beliebte Ausrede notorischer Zuspätkommer. Lautet der korrekte Plural von Gast allerdings nicht Gäste sondern Gasten, so hat der Gast ein Problem, falls er zu spät kommt. Sein Schiff hat bereits abgelegt und es wird nichts werden mit dem Anheuern. Mit Gast wird in der Seemannssprache ein niederes Besatzungsmitglied bezeichnet.

Helm:

Der Helm beschützt den Kopf vor Umfällen und Verletzungen. Klar, dafür tragen wir ihn bei allen möglichen Gelegenheiten: Baustellenhelme, Fahrradhelme, Forsthelme, Motorradhelme, Ritterhelme, Sporthelme, Taucherhelme, … alle beschützen irgendwie die Rübe. Dass Helme auch optische Vorzüge haben, mag so mancher bestreiten. Türme, insbesondere Kirchtürme mit polygonalem Grundriss jedoch, gewinnen durch ihre spitze Dachform, ihren Helm, erst an Charakteristik. Turmhelme haben aufgrund ihrer Höhe eine hohe ästhetische Bedeutung für die Silhouette von Städten. Die architektonische Gestaltung des Helms (auch Turmhelm, Helmdach, Dachhelm, weitgehend synonym gebraucht) kann dabei höchst unterschiedlich ausfallen.

Kämpfer:

Ein Kämpfer kämpft. Im Kampfsport, im Krieg, in Bandenkämpfen,… oder im übertragenen Sinn gegen Krankheit, Vorurteile,… Ein Kämpfer kann aber auch einfach nur herumliegen, zum Beispiel auf einem Pfeiler oder dem Kapitell einer Säule. Dieser Kämpfer, auch Impost genannt, ist meist aus Stein und der oberste Teil des Widerlagers eines Bogens oder Gewölbes. Er überträgt dessen Last auf die Wände.

Luftpumpe:

Kennt jeder. Ein Gerät zum Ab- oder Einpumpen von Luft aus einem oder in einen geschlossenen Behälter. Es gibt aber noch eine völlig andere Luftpumpe. Der französische Astronom Nicolas Louis de Lacaille vergab im 18. Jahrhundert Namen an einige Regionen des südlichen Sternhimmels, die noch nicht benannt waren. So nannte er ein L-förmiges Sternbild in der südlichen Hemisphäre, das aus schwach leuchtenden Sternen besteht und von Deutschland aus nur schwer beobachtet werden kann, Luftpumpe. Im Gegensatz zu den klassischen Sternbildern, die nach mythologischen Gestalten benannt sind, trugen seine Konstellationen meist die Namen von technischen Errungenschaften.

Messe:

Zwei gänzlich verschiedene Messen sind landläufig bekannt. Messe als Messfeier, Heilige Messe, Gottesdienst und Messe als Wirtschaftsmesse, Ausstellung, Warenschau. Eine dritte, unbekanntere Bedeutung von Messe kommt aus der Seefahrt und bezeichnet einen gemeinsamen Wohn- und Speiseraum der Schifffahrtsoffiziere auf größeren Schiffen.

Reif:

Reif im Sinne von Ring (Armreif) ist geläufig. Auch Reif im Sinne von schneeartigen Eisablagerungen vor allem in Bodennähe ist bekannt. Vermutlich abgeleitet von der weißen (Eis-)Schicht werden die weißen Spitzen beim Gamshaar als Reif bezeichnet. Aus diesem Gamshaar werden die traditionellen Gamsbärte für Trachtenhüte gefertigt. Dabei wächst der Gamsbart bei der Gemse nicht am Kinn, wie etwa bei der Ziege, sondern am Rücken. Der Bereich vom Genick bis zum Wedel nennt sich Aalstreif. Schön sind die langen, dunklen Grannenhaare mit den hellen Spitzen, dem Reif, auf dem Fell zu sehen. Am Reif ist für den Fachmann echtes Gamshaar am besten zu erkennen.

Schotten:

Zur Abwechslung mal ein Rätsel für euch Klugscheisser. Der Ausspruch „Macht die Schotten dicht“ bedeutet

  1. a) Verführt die Schotten, also die Bewohner Schottlands, zum Saufen!

Das dürfte nicht zu schwer sein, belegen doch mehrere Studien, dass die Schotten dem Alkohol sehr zugetan sind. In der Heimat des Whisky schmeckt der Alkohol offenbar besonders gut: Schotten kaufen 17 Prozent mehr Alkohol als die übrigen Briten, die Todesfälle infolge des Konsums steigen von Jahr zu Jahr.  (https://www.n-tv.de/panorama/Schottland-fuehrt-Alkohol-Mindestpreis-ein-article20134551.html)

  1. b) Verschließt die Schotten!

Die hier gemeinten Schotten untergliedern als wasserdichte Trennwände mit verriegelbaren Durchlassluken oder -türen den Rumpf eines Schiffes in etliche Abteile. Dadurch ist beim Eindringen von Wasser durch ein Leck oder beim Ausbrechen eines Feuers in einem Abteil nicht gleich das ganze Schiff verloren, sondern nur jener Abschnitt bis zum nächsten verschließbaren Schott – zumindest ist das die Idee. ( https://www.ksta.de/3308462 ©2018)

Tenor:

Der Tenor ist eines der ganz wenigen deutschen Wörter, die bei gleicher Schreibweise durch unterschiedliche Betonungen unterschiedliche Bedeutungen bekommen. In anderen Sprachen durchaus üblich, stellt dies in der deutschen Sprache eine besondere Ausnahme dar. Handelt es sich beim Tenor (sprich: Tenòr) um die hohe männliche Gesangsstimme, so wird mit Tenor (sprich Tènor) die Hauptaussage, die Grundsätzliche Denkrichtung eines Vortrags oder Schriftstückes bezeichnet.

Torkel:

Wird zwar das Substantiv Torkel als Synonym für Taumel oder Schwindel eher selten verwendet, so weiß doch jeder, wie sich ein torkelnder Mensch bewegt. Wie es der Zufall will, bezeichnet Torkel in seiner zweiten Bedeutung eine Weinpresse aus Holz (von lateinisch: torcular: Kelter, Presse) Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Warp:

Der Science-Fiction-Autor Gene Roddenberry machte in seiner Fernsehserie „Star Trek“ den Warp-Antrieb berühmt. Es nutzte Warp als Maßeinheit für Geschwindigkeiten jenseits der Lichtgeschwindigkeit, um in den Geschichten die Bewältigung großer Entfernungen zu anderen Sternensystemen plausibel beschreiben zu können, ohne dabei in Konflikt mit den Gesetzen der Relativitätstheorie zu kommen. Der Begriff ist heute in der Science-Fiction allgemein bekannt.

Dass Warp noch in zwei völlig anderen Zusammenhängen als Fachbegriff verwendet wird, dürfte weitgehend unbekannt sein.

In der Weberei unterscheidet man je nach der Verwendung in Schussgarn (Weft), Kettgarn (Warp) und Halbkette. Das Warp sind die Fäden, die in einem Webstuhl in Längsrichtung aufgespannt werden. Im fertigen Gewebe liegen sie parallel zur Webkante, während die Schussfäden quer dazu verlaufen.

In der Schifffahrt ist ein Warp oder Warpanker ein kleiner Anker zum Verholen des Schiffs. Der Warp ist im Vergleich zur Schiffsgröße sehr klein, da er mit dem Beiboot ausgebracht werden muss, um das Schiff mit der Warpleine weiterzuziehen.

Weihe:

Die Weihe ist eine religiöse Handlung, eine Heiligung, durch die Menschen oder Sachen dem Göttlichen gewidmet werden. Dem Geweihten wird durch verschiedene Riten, wie Handauflegung, Gebet etc., eine besondere Gnade zuteil. Weniger göttlich sind die Weihen, die den habichtartigen Raubvögeln zuzuordnen sind. Davon gibt es in Europa drei Arten: Kornweihe, Rohrweihe, Wiesenweihe.

Zelter:

Das Unlogische an diesem Begriff ist, dass der Duden „Zelter“ als korrekte Schreibweise vorgibt. Die Autokorrektur meines Laptops besteht auf „Zeltler“. Ich schreib Zelter, sonst passt’s nicht ins System 😉 Logisch dürfte dagegen für jeden sein, dass ein Zelter jemand ist, der im Zelt schläft. Zelter ist aber auch das alte deutsche Wort für ein töltendes Pferd. Meist sind Zelter leichte Reitpferde oder Maultiere, die den besonders ruhigen und für den Reiter bequemen Zeltgang (die Spezialgangarten Tölt) beherrschte. Dies war besonders für die Damen im Mittelalter sehr angenehm, die im Damensitz reiten mussten. Der Begriff Zelter ist aus der Mode gekommen, der moderne Begriff ist Gangpferd.

Hier geht´s zum 2. Teil

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Kein Glücksspiel, so eine ausgeglichene Haushaltskasse

Studenten und das liebe Geld – eine endlose Geschichte. So auch in meiner WG. Meine …



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