Promotion: Unterschiedliche Wege zum Doktortitel
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Promotion: Doktorandin steht auf einer Straße

Promotion: Der Weg zum Doktortitel

Alleine an seinem Schreibtisch über seiner Doktorarbeit zu brüten, ist längst nicht mehr die einzige Art und Weise, seine Promotion anzugehen. In der folgenden Übersicht findest du die verschiedenen Promotionsmöglichkeiten, die sich in den letzten Jahrzehnten in Deutschland entwickelt haben.

Interne Promotion

Diese Art zu promovieren wird am häufigsten genutzt. Die Doktoranden arbeiten dabei mit ihrem Doktorvater bzw. ihrer Doktormutter am selben Institut zusammen, gehen ihm/ihr helfend zur Hand und halten oft auch selbst Vorlesungen. Parallel dazu schreiben die Promovenden weiter an ihrer Dissertation. Das kann zwar ziemlich stressig sein, doch du bekommst immerhin ein festes Gehalt und hast vollen Zugang zum Labor und den technischen Geräten der Fakultät. Das ist besonders bei naturwissenschaftlichen Fachrichtungen von Vorteil, wenn du für deine Arbeit einen Versuch durchführen willst.

Externe Promotion

Wer keine Doktorandenstelle an einem Institut ergattern konnte oder bereits berufstätig ist, der arbeitet auf eigene Faust an seiner Dissertation. Zwar kannst du dir trotzdem einen Betreuer für deine Promotionszeit suchen, doch die Zusammenarbeit ist dabei auf ein Minimum beschränkt. Die Gefahr der externen Promotion liegt darin, dass du aufgrund der Doppelbelastung durch deinen Beruf stark von deiner Doktorarbeit abgelenkt wirst und vielleicht nicht so schnell vorankommst, wie du es dir ausgerechnet hast. Außerdem kannst du nicht auf die Ausstattung des Instituts zurückgreifen, wodurch es schwierig wird, technische Promotionsthesen mit passenden Experimenten zu belegen.

Graduiertenkolleg

In den USA gibt es dieses Konzept schon länger und in den letzten Jahren gewann es auch hierzulande immer mehr an Bedeutung. Graduiertenkollegs sind strukturierte Promotionsprogramme, in denen Promovierende gemeinsam an einem Institut an ihren Dissertationen arbeiten. Sie werden von Hochschulprofessoren in Kursen betreut, verbringen aber auch außerhalb der Uni bei Ausflügen oder Partys Zeit miteinander. Klingt eigentlich eher nach einem Studium als nach einer Promotion – das ist auch der größte Kritikpunkt der Graduiertenschulen. Statt möglichst selbstständig an ihren Arbeiten zu schreiben, sind die angehenden Doktoren oft mit Seminaren oder sogar Prüfungen beschäftigt.

Kumulative Promotion

Wer unkonventionelle Wege bevorzugt, für den könnte eine kumulative Promotion das Richtige sein. Statt jahrelang am Stück an ein und derselben Dissertation zu schreiben, werden einzelne Kapitel als Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht. Alle Aufsätze zusammen ergeben dann die Dissertation, die als Ganzes benotet wird. Wie viele Artikel bei welchem Publikationsorgan gedruckt werden müssen, ist von Fakultät zu Fakultät unterschiedlich. Manchmal musst du aber noch nicht einmal eine zusammenhängende Fragestellung bearbeiten, sondern kannst dich mehreren Forschungsfragen widmen. Promovierende haben dadurch die Möglichkeit, sich bereits vor ihrer Promotion einen Namen in ihrem Fachgebiet zu machen – und sparen sich nebenbei die Druckkosten einer Buchveröffentlichung.

PhD-Track

Wie bereits erwähnt, können auch Bachelor-Absolventen promovieren. Einige von ihnen nutzen dabei den sogenannten PhD-Track, bei dem sie – vereinfacht gesagt – ihren Master mit ihrer Doktorarbeit verbinden. Nach ihrem Bachelor-Abschluss bereiten sich die Studenten zwei Jahre lang in einem promotionsorientierten Masterstudium auf das Doktorandenprogramm vor und können bereits während des Masterstudiums erste Forschungsergebnisse für ihre Dissertation erzielen. Master- und Doktorarbeit bauen dabei in der Regel thematisch aufeinander auf. So kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

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Bild: pixabay

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