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Ein Mann mit Mantel, Hut und ärgerlichem Gesicht zum Thema Ärger mit dem Vermieter

Stress mit dem Vermieter: Das solltet Ihr beachten

Einen netten Vermieter zu finden, erscheint vielen als Glücksspiel.

Zu hohe Nebenkosten, eine plötzliche Mieterhöhung oder lärmende Nachbarn – Wer zur Miete wohnt, dem sind solche Probleme wohl vertraut. Doch wie reagiert Ihr darauf am besten und ab wann gibt es Stress mit dem Vermieter? Dazu ein kleiner Bericht aus meinem Studentenleben.

Unliebsame nachtaktive Nachbarn

Nachdem ich jahrelang in einer WG gewohnt habe, war die Freude auf die erste gemeinsame Wohnung mit meinem Freund riesig. Endlich die eigenen vier Wände für sich haben, keine Rücksicht mehr auf Mitbewohner nehmen und keine ausschweifenden Partynächte mehr ertragen – so war der Plan. Leider kam es ganz anders. Denn nach ein paar Wochen zog in die Wohnung über uns ein anderes Paar, das seine Handwerksarbeiten vorwiegend nachts erledigte.

Als das Handwerken auch in der dritten Nacht in Folge nicht aufhörte, habe ich das erste Mal das Gespräch gesucht. Die Beiden zeigten zwar Verständnis und entschuldigten sich, doch schon tags darauf ging es mit Staubsaugen um 23 Uhr weiter. Es folgten drei Wochen mit nächtlichen Koch- und Putzaktionen, Telefonaten um 4 Uhr morgens sowie zahllosen Gesprächen und Ermahnungen unsererseits.

Das unangenehme Gespräch mit dem Vermieter

Unsere Nachbarn haben uns die Tür irgendwann gar nicht mehr aufgemacht. An diesem Punkt haben wir beschlossen, unsere Vermieterin einzuschalten. Mir war es furchtbar unangenehm, andere Mieter anzuschwärzen, aber ich sah keine andere Lösung mehr. Unsere Vermieterin fiel aus allen Wolken und versprach, sich der Sache anzunehmen. Dies gelang ihr zunächst. Doch nach ein paar Wochen ging alles wieder von vorne los. Als auch unsere Vermieterin nicht mehr auf unsere Beschwerden reagierte, gingen wir zum Mieterschutzbund. Dieser empfahl uns, Lärmprotokolle zu führen und Zeugen für die Störung zu suchen – gar nicht so leicht um 3 Uhr in der Nacht. Unser nächster Schritt war dann eine Mietminderung.

Letzter Ausweg: Weg vom Vermieter und Umzug in eine neue Wohnung

Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten: Wir hatten keinerlei handfeste Beweise für unsere Behauptungen und hätten die Miete nicht mindern dürfen. Entsprechend schockiert waren wir, als uns ein Brief vom Anwalt erreichte: Wir sollten die fehlende Miete binnen drei Tagen nachzahlen, ansonsten handelten wir uns eine Klage ein. Also haben wir das Geld überwiesen. Das gute Verhältnis zu unserer Vermietern war Geschichte und das Problem mit den lärmenden Nachbarn bestand weiterhin. Auf neue Streitigkeiten haben wir verzichtet und sind letztlich ausgezogen.

Streitfälle mit Vermietern und Co. lassen sich auch anders regeln

So wie mir ging es bestimmt auch schon vielen von Euch. Dabei gibt es einige Tipps, wie wir den Streit besser hätten lösen können. Hätten wir uns beispielsweise von Anfang an mehr über unser Recht informiert, wäre das Ganze mit Sicherheit anders verlaufen. Außerdem hätten wir nicht kleinbeigeben, sondern einen Anwalt einschalten sollen. Das war uns aber zu kostspielig. Dabei gibt es für Menschen mit wenig Geld Hilfe, um trotzdem an ihr Recht zu kommen.

So kann man sich mit seinem Problem beispielsweise online an ein Anwaltsportal wie z.B. Frag-einen-Anwalt.de wenden. Dort gibt ein Experte für kleines Geld eine erste Einschätzung und berät bei Bedarf auch zu weiteren Schritten. Sollte der Streit tatsächlich vor Gericht gehen, kann man außerdem Prozesskostenhilfe beantragen. Wichtig ist daher nicht nur beim Streit rund um die Mietwohnung: Sich gut informieren und keine Angst vor möglichen Folgen haben.

Fazit

In diesem Sinne, besser Vorsicht als Nachsicht walten lassen, auch und vor allem in Sachen Recht für Mieter und Vermieter! Informiert euch und gebt nichts auf Hörensagen, das könnte unter Umständen teuer werden!

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