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Student steht locker vor einer Tafel zum Thema ein Referat entspannt und erfolgreich halten

Erfolgreich und entspannt ein Referat halten

Eine Präsentation oder eine Referat halten zu müssen ist im Studium etwas, das jedem mehrfach widerfährt. Ihr werdet nicht daran vorbei kommen, die Ergebnisse eurer Semesterarbeiten, ein Referat oder schließlich Diplomarbeiten vor einer Gruppe von mal mehr mal weniger Menschen vorzustellen. Präsentationen sind also Studienalltag. Grund genug, um sich mit dem Thema ausgiebig zu beschäftigen. Es gibt aber noch viele andere Gründe, denn mit einer gelungenen Präsentation kannst du deine Note oftmals nach oben korrigieren, auch wenn der Inhalt vielleicht nicht lückenfrei ist. Außerdem wirst du in vielen Berufen auch später eine Präsentation oder ein Referat halten müssen und dann ist es unheimlich hilfreich, wenn du das schon an der Uni geübt und bestenfalls perfektioniert hast. Deshalb haben wir hier einen hilfreichen Text zusammengestellt, der alle wichtigen Punkte rund um das Halten von Präsentationen zusammenfasst – von der Vorbereitung bis zur Bekämpfung von Lampenfieber.

Vorbereitung auf die Präsentation

Eine Präsentation oder ein Referat kannst du natürlich nicht einfach so aus dem Stegreif halten. Du musst dich schon ein wenig darauf vorbereiten. Tatsächlich ist die Vorbereitung schon die halbe Miete. Niemand verlangt von dir, dass du alles auswendig lernst und eine Stunde lang frei redest. Das tun selbst die Profis nicht. Mach dir also Notizen, vielleicht auf Karteikarten oder auch auf Din A5 Blättern. Richtig praktisch kann auch die Notizfunktion im neuen PowerPoint sein, bei der du jeder Folie persönliche Notizen hinzufügen kannst, die du auf deinem Bildschirm siehst, aber die auf dem an die Wand projizierten Bild nicht zu sehen sind.

Achte darauf, dass du nicht alles aufschreibst, was du sagen willst, also keinen Roman, den du abliest. Ablesen macht keine guten Eindruck. Wenn du dir aber zu jedem Punkt, den du ansprechen willst, Stichworte aufschreibst, dann vergisst du nichts, hast deinen Vortrag gut strukturiert und deine Rede wirkt gleichzeitig frei und natürlich. Wenn du Schwierigkeiten mit Länge und Gliederung des Vortrages hast, dann kann es helfen, auf deinen Karteikarten oder deinem Support für das Referat hie und da einen Hinweis zu hinterlassen, der dich daran erinnert, eine winzige Pause zu machen und deine Zuhörer anzusehen beziehungsweise ihnen zuzulächeln. Das lockert den Vortrag auf und wirkt sympathisch und krampflösend – auf dich und auf deine Zuhörer.
Du solltest dir angewöhnen, die Präsentation mindestens einmal zu Hause so durchzugehen, wie du sie an der Uni vor Publikum halten willst. Das kannst du alleine tun, aber noch besser ist es, wenn du deinen Mitbewohner oder vielleicht deine Großmutter dazu verdonnern kannst, den Zuhörer zu spielen. Dann merkst du, wie lange der Vortrag dauert und dein Gegenüber kann dir schon mal sagen, ob dein Vortrag sinnvoll strukturiert und verständlich ist oder ob du vielleicht zu schnell redest und so weiter. Wenn der Vortrag viel zu lang ist, dann kürze ihn. Kein Professor will zwei Stunden lang einem Thema lauschen, das er ohnehin kennt, wenn 40 Minuten angesetzt waren. Das würde nur einen schlecht vorbereiteten Eindruck machen und alle langweilen.
Zu Vorbereitung gehört auch die Technik. Spiele die PowerPoint Präsentation einmal in Echtzeit durch und behebe, wenn nötig kleine Macken im Programm, so dass alles reibungslos laufen kann, wenn der Tag des Vortrages da ist. Nimm deine Datei für das Referat auf dem Laptop und zusätzlich auf einem USB-Stick oder einer CD mit, so dass im Falle einer Technikkrise eine Notlösung gefunden werden kann.

Erfolgreiche eine Präsentation / ein Referat erstellen

Die zweite Etappe ist das Erstellen der eigentlichen Präsentation. Das kennst du sicher im Groben. Es sollte immer eine Einleitung, den Hauptteil und einen Schluss oder ein Fazit geben. Außerdem ist es wichtig, einen roten Faden im Referat zu haben. Ein guter Tipp, um den Einstieg ins Thema zu finden ist: suche nach einem persönlichen Ansatz, einer konkreten Fragestellung. Wenn Du das Thema der Präsentation eingrenzt und es für dich selbst interessant machen kannst, statt nur allgemein irgendwelche Wikipedia-Informationen zusammenzufassen, hat dein Vortrag meist einen erheblichen Mehrwert für dich und deine Zuhörer. Um den roten Faden im Referat zunächst einmal selbst zu sehen und festzulegen, lohnt es sich, zunächst eine Gliederung zu erstellen, wie bei einem Aufsatz. Vielleicht hilft es dir, mit konkreten Fragen zu arbeiten. Welche Fragen willst du mit deinem Referat beantworten? Schreibe diese auf und erstelle dann Kapitel zu den jeweiligen Fragen.

Wichtig ist auch, dass du es so einfach wie möglich machst. Das heißt: nicht zu viele Farben, Schriftarten, Bildchen und Kringel oder Diagramme. Entscheide dich für eine Schriftart, für eine Hintergrundfarbe und für eine Art der Auflistung. Soudeffekte und wirbelnde Smilies sind in einem Referat meist nicht angebracht und lenken nur vom Thema ab. Es geht nicht darum, zu beweisen, dass du das PowerPoint Handbuch gelesen hast. Halte das Referat einfach und klar – auch beim Inhalt. Ideal sind Schriftgrößen um die 24-30, maximal 5-6 Worte pro Zeile und nicht viel mehr als acht Zeilen pro Folie. Den Rest, der in diese knappen Stichworte nicht hinein passt, sagst du während deines Vortrages. Nutze Stichworte und Schaubilder wo sinnvoll, aber bitte keine zu langen Textpassagen auf den Folien.

Wenn du willst und wenn es sich thematisch anbietet, kannst du ein Handout erstellen für deine Zuhörer. Wenn du es machst – es kostet natürlich extra Zeit – dann sollte es gut und übersichtlich sein, die wichtigsten Punkte enthalten, ohne auf alles einzugehen. Drei bis Vier Blätter sind genug. Einfach nur die Folien auszudrucken ist wenig hilfreich.

Der Vortrag an sich

Nun ist es soweit. Der Tag ist da, ihr steht vor der Gruppe und dem Prof und sollt loslegen mit deinem Referat. Ganz wichtig (und doch so banal): Erst einmal alle begrüßen und euch gegebenenfalls vorstellen. Sagt, wer ihr seid, was ihr tut und worum es in eurem Vortrag geht. Dann kann ein kleiner Scherz oder eine persönliche Einleitung, eine Geschichte aus dem Studienalltag oder eine verrückte Statistik zum Thema ein guter Einstieg sein, der das Interesse für dein Referat weckt. Meist ist auch eine Folie mit einer Übersicht, einer Art Inhaltsverzeichnis, sinnvoll, damit deine Zuhörer wissen, was auf sie zukommt.

Sprich so deutlich es geht, in hochdeutsch und nicht zu schnell, auch wenn es sich für dich etwas zu langsam anhört. Denk immer daran, dass deine Zuhörer den Vortrag ja noch nicht kennen. Schau immer mal wieder in die Runde (wenn dir das schwer fällt, mach dir zwischen den Notizen kleine Erinnerungen dafür).
Am Schluss des Vortrages kannst du einfach nochmal alles zusammen fassen. Falls es sich anbietet und du es dir zutraust, kannst du am Ende auch eine provokante These aufstellen oder eine Frage in den Raum stellen. Das kommt sehr auf das Thema an. Ganz am Ende solltest du dich höflich für die Aufmerksamkeit bedanken und deinen Zuhörern Zeit für Fragen lassen.
Wenn keine Fragen kommen, dann kannst du selbst welche in den Raum stellen – je nach Thema. In der Regel solltest du am Ende etwa 10-15 Minuten, je nach Länge des eigentlichen Vortrages, bereit halten, um Fragen zu beantworten. Wenn niemand welche stellt und auch dein Professor keine Nachfragen stellt, dann bietet es sich manchmal an, selbst eine kurze Diskussion anzuregen. Das macht einen guten Eindruck auf den Lehrkörper, der dadurch merkt, dass du dich sehr wohl mit dem Thema auseinander gesetzt hast.

Körpersprache und Lampenfieber

Vorträge machen dich nervös? Da bist du nicht alleine. Lampenfieber ist vollkommen normal und gerade bei den ersten Vorträgen im Studentenleben ein sehr verbreitetes Phänomen. Es hilft immer, ein paarmal ruhig durchzuatmen. Außerdem wirkt es auf viele beruhigend, wenn sie sich in Erinnerung rufen, dass sie die Präsentation ja bereits zweimal geübt und dann vor ihrem Zimmernachbarn schon einmal gehalten haben, dass eigentlich nicht viel schiefgehen kann und dass es in etwas mehr als einer halben Stunde vorbei ist. Vielleicht kannst du ein bisschen von deiner Anspannung ablegen, wenn du zu Anfang deines Vortrages ganz offen zugibst, dass du etwas nervös bist. Das wirkt sehr menschlich und lockert die Atmosphäre auf.
Beim Üben wie auch bei der eigentlichen Präsentation solltest du auf die Gestik achten. Fuchtele nicht zu sehr mit den Armen, setze aber hin und wieder Gesten ein, um das Gesagte zu verdeutlichen. Wende dich immer dem Publikum zu. Versuche, regelmäßig von deinen Karteikarten aufzublicken. Wenn du dich umwendest, dann nur, um auf der Tafel oder an der Präsentationsfolie etwas zu zeigen. Aber stehe nicht mit dem Rücken zu deinen Zuhörern. Stecke die Hände nicht in die Hosentaschen. Wenn du etwas brauchst, um deine Hände still zu halten, dann sind die Karteikarten eine gute Lösung.

Wenn du trotz mehrfachem Üben nervös bist, dann stell dich der Sache. „Ich bin nervös und das ist auch gut so“. Irgendwas in der Richtung. Tatsache ist, dass die meisten Studierenden bei ihren Vorträgen nervös sind. Sogar viele Professoren – zumindest in ihrer Anfangszeit. Sage dir, dass es allen Zuhörern auch so geht oder zumindest früher einmal so gegangen ist. Und dann leg einfach los. Versuche, in die Routine des Themas hinein zu finden und konzentriere dich auf die jeweils nächste Folie. Folie für Folie, Schritt für Schritt. Wenn du etwas falsches sagst, korrigiere dich einfach. Versuche, deine Präsentation so sachlich und so gut wie möglich zu halten und freu dich darauf, wenn sie endlich hinter dir liegt. Kein Mensch wird dich kritisieren, weil deine Hände gezittert haben oder du dich siebenmal versprochen hast. Deine Zuhörer werden sich höchstens an die Inhalte deiner Präsentation erinnern. Manche nicht einmal daran. (Das kennst du sicher von Präsentationen, denen du schon im Studium zuhören musstest).
Lass dich von Fragen nicht nervöser machen. Es gibt drei Möglichkeiten: Entweder weißt du die Antwort und kannst sie einfach geben. Oder du musst ein bisschen nachdenken, um dann eine Antwort zu geben. Das ist auch ok. So viel Zeit muss sein. Oder du kennst die Antwort nicht. Das ist auch ok. Dann sagst du einfach, dass du diese Frage nicht beantworten kannst und dass du das nachrecherchieren willst.


Quelle:
Giphy

Fazit und letzte Tipps zum Referat

Nun ist ja alles klar – einfach und klar strukturieren, laut und deutlich sprechen, Zeit für Fragen lassen, die Technik meistern und einen Weg finden, seine Nervosität ein wenig einzudämmen. Und dann wird schon alles klappen. Am meisten tröstet es dich sicherlich, dass es nach ein paar Anläufen viel einfacher wird. Man gewöhnt sich wirklich an alles, auch daran Präsentationen zu halten. Ehrenwort!

Noch ein paar Tipps zusätzlich: Es ist immer hilfreich, am Morgen der Präsentation ausgeschlafen zu sein, pünktlich zu kommen, um zusätzlichen Stress zu vermeiden, keinen Kater zu haben und bequeme Kleidung anzuziehen, damit nicht eine kratzige Hose oder zu hohe Absätze eure Aufmerksamkeit unnötig ablenken. Wähle aber nicht die allerschrägsten Kleider aus, so dass deine Zuhörer nicht von deinen neongrünen Leggings und dem etwas extravaganten Katzengesicht auf deinem T-Shirt abgelenkt, sind. Bring dir eine Flasche Wasser mit und vielleicht eine Stoppuhr (oder Handy) um dir die Zeit anzuzeigen.

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