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Mit dem Motorrad durch Thüringen und die dortigen Hochschulstandorte

Unterwegs mitten in Deutschland – Studieren in Thüringen?

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Letztes Jahr waren wir in Südfrankreich. Fünf Freunde und vier Motorräder. Es war genial, Südfranzösische Alpen, ein Paradies zum Motorradfahren. Wir waren das erste Mal zusammen in dieser Konstellation unterwegs und begannen noch am letzten Urlaubstag die nächste Tour zu planen.

Doch wohin? So weit wie diesmal wollten wir nicht mehr weg, damit An- und Abreise nicht wieder so langweilig-anstrengende Autobahntage werden. Schweiz: schön, aber zu teuer. Österreich: Kennen wir alle schon ziemlich gut. Italien: Gardasee. Geil! Aber auch zu weit weg.

Also konzentrierten wir uns auf Deutschland: Den Bayerischen Wald im Süden haben wir vor der Haustüre, da kommt kein Urlaubsfeeling auf. Der Norden ist für uns noch weiter weg als Italien. Und außerdem flach wie ein Brett. Für Fahrräder super, für Motorräder dann doch eher naja. Im Westen viel Industrie, wenig Landschaft. Osten, Sachsen, ne, lieber nicht… So ging es eine Zeit lang unentschlossen hin und her. Nur Dirk hörte dem Ganzen schweigend zu, bis er sich irgendwann fast schüchtern zu Wort meldete: „Bei uns is fei a sche!“ Ok, sprachlich ist er bestens in Bayern integriert, aber dass mit „bei uns“ Thüringen gemeint ist, war uns allen klar. Motorradfahren in Thüringen? Also Erfurt, Weimar, Luther, historische Stadtkerne, das kennt man von Thüringen. Aber Motorradtouren?

Über Norden, Süden, Westen und Osten hatten wir diskutiert, die Mitte hatten wir irgendwie nicht auf dem Schirm. Doch Dirk meinte nur: „Natürlich Motorradfahren. Wir haben den Thüringer Wald. Lasst mich nur planen. Nächstes Jahr zur selben Zeit machen wir eine Tour durch meine alte Heimat.“ Einverstanden, warum eigentlich nicht. Einen Muttersprachler als Reiseleitung haben wir immerhin an unserer Seite. 😉

Gesagt, getan.

Thüringen – Urlaubsregion und Studienstandort zugleich

Am Donnerstag früh geht es also los. Vom tiefsten Niederbayern über Weiden in der Oberpfalz weiter bis Coburg. In Bockstadt, einem Ortsteil von Eisfeld, genehmigen wir uns den ersten Kaffee auf thüringischem Boden. Schmeckt auch nicht anders als bei uns. Die Straßen sind gut, die Landschaft schön und die Route perfekt zum Motorradfahren, aber das müssen wir Dirk ja nicht gleich auf die Nase binden. Und witzige Ortsnamen haben die hier. Die Urlaubsstimmung ist ausgelassen, es wird viel geblödelt und mit Klischees gespielt. Alles außerhalb Bayerns ist eben Ausland, außer Österreich. Ok, das Niveau unserer Blödeleien war auch schon mal besser, aber es machte Spaß, Dirk ein wenig aufzuziehen. Und solange wir ihn als waschechten Thüringer nicht „Ossi“ nennen, ist er auch für jeden Scherz zu haben.

Nach der Kaffeepause brechen wir gut gelaunt wieder auf, weit haben wir es für heute nicht mehr. An Suhl vorbei geht es in die kleine Stadt Schmalkalden, so viel zum Thema witzige Ortsnamen. In Schmalkalden mitten im Thüringer Wald buchten wir eine Pension, ein schmuckes Fachwerkhäuschen mit unglaublich netten Wirtsleuten, die sich von Beginn an köstlich darüber amüsieren können, dass wir Bayern uns nur mit Native-Speaker Dirk ins fremde Thüringen gewagt hatten. Nach dem Abendessen genehmigen wir uns noch einen Bummel in der Schmalkaldener City. Naja, groß ist sie nicht, aber sehr gepflegt und schnuckelig. Für eine so kleine Stadt gibt es erstaunlich viele Wegweiser, die auf Sehenswürdigkeiten und interessante Ecken hinweisen. Sogar eine Hochschule soll dieses kleine Städtchen haben. Für heute bevorzugen wir dann doch eine gemütliche, gut besuchte Bar auf einen Absacker und gehen relativ bald in unsere Pension zurück.

Am nächsten Tag folgen wir brav einem Online-Routenplaner, der eine interessante Tour mit Schräglagenpisten und kleinen, geschwungenen Straßen für Abenteurer versprach. Und er sollte recht behalten. Durch herrlich kühle Mischwälder lotst uns das Navi auf vielen kleinen Straßen bis Weimar. Obwohl als Biker nicht gerade als kulturbesessen verschrien, können wir uns dem Charme dieser Stadt nicht entziehen. Zum Mittagessen gibt es, natürlich!, Thüringer Bratwurst, schließlich sind wir Touristen. Wir bummeln durch die Gassen, in denen Tradition und Moderne in einträchtiger Harmonie nebeneinander stehen, vorbei an der Uni durch den Park an der Ilm. Die Mittagspause wird dann doch deutlich länger als geplant. Erst als wir anfangen, in unseren Motorradkombis regelrecht vor Hitze zu zerfließen, schwingen wir uns wieder auf die Bikes. Eine weitere Etappe durch ausgedehnte Waldgebiete kommt uns da gerade recht. Irgendwo an den Ilmenauer Teichen wollen wir noch einen Kaffee trinken, und wieder laufen wir direkt am Campus der Uni vorbei. Jaha!, ich weiß, ich muss mich jetzt endlich entscheiden, wo ich mein geplantes Zweitstudium in Angriff nehmen werde. Aber doch nicht jetzt. Und doch nicht hier… Nein, darüber will ich nicht länger nachdenken… Zum Glück finden wir ein nettes Café  und die Aussicht auf einen Cappuccino lenkt mich von meinen Gedanken ab.

Am frühen Abend kehren wir zufrieden in unsere Pension zurück und lassen uns von den Wirtsleuten wieder kulinarisch verwöhnen. Allen Klischees zum Trotz besteht gute regionale Kost natürlich nicht ausschließlich aus Bratwürsten und unsere Gastgeberin kocht ausgezeichnet.

Auch am Samstag steht eine Rundfahrt auf dem Programm. Von Schmalkalden Richtung Norden bis Eisenach und dann nördlich von Erfurt über Sömmerda (nur wegen des witzigen Namens) bis nach Apolda kurz vor Jena. Dort machen wir Mittagspause und einen kleinen Spaziergang durch die „Glockenstadt“, in der es zahlreiche interessante Informationen zur alten Tradition der Glockengießerei gibt. Wieder was gelernt… Jena und Erfurt sollen zwar auch sehr interessante Städte sein, aber sich bei 30°C mit dem Motorrad durch eine große Stadt zu quälen macht echt keinen Spaß. Dafür ist die gewählte Route umso interessanter. Inzwischen haben wir auch schon bestimmt 100 tolle Fachwerkhäuser fotografiert. Aber sie sind einfach immer wieder schön.

Wir lassen also Jena linkerhand liegen und im Vorbeifahren springt mich wieder ein Wegweiser an – Universität Jena. Und wieder die selben Gedanken: Aber doch nicht hier. Wenn schon außerhalb Bayerns, dann in eine der großen, bekannten Studentenstädte wie Berlin, Köln, Hamburg oder Frankfurt… Aber warum eigentlich nicht? Landschaftlich schön ist es hier allemal, die Städte wirken freundlich, lebendig und jung. Und angeblich sind die Wohnungen günstig. Die Einheimischen, die wir bisher trafen waren alle ausnahmslos nett zu uns, und das, obwohl wir unüberhörbar aus Bayern sind. Vielleicht sollte ich das tatsächlich in Erwägung ziehen… .

Südlich von Erfurt geht es über kleine und kleinste Straßen durch kleine und kleinste Dorfer zurück nach Schmalkalden. Insgesamt sind wir uns am Abend in unserer Pension einig, dass auch der dritte und letzte Urlaubstag sehr gelungen, abwechslungsreich und interessant war.

Fazit zum Thema Studieren in Thüringen

An diesem letzten Abend wollen wir noch einmal ins Zentrum gehen und den Urlaub ausklingen lassen. Davor finde ich noch die Gelegenheit, alleine mit unseren Gastgebern das Thema Studieren in Thüringen anzusprechen. Sie finden meine Idee gar nicht so abwegig wie ich. In Thüringen etablieren sich immer mehr Städte zu attraktiven Studentenstädten. Die Unis sind modern und gut ausgerüstet, die Wohnbedingungen gut. Lange bleibt uns nicht Zeit für eine ungestörte Unterhaltung, wir wollen in die Stadt aufbrechen.

Studieren in der goldenen Mitte

Da es am Abend etwas länger wurde, brechen wir am Sonntag nicht ganz so früh auf wie geplant. Die Wirtsleute verabschieden uns herzlich. Vielleicht sieht man sich ja wieder, das Augenzwinkern habe ich schon verstanden. Ja, vielleicht. Gut möglich.

Ob als Tourist oder als bayrischer Student in Thüringen kann ich im Moment noch nicht sagen. Ich denke jedenfalls ernsthaft darüber nach…

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