Mediziner-ABC: P wie PJ (Praktisches Jahr) & POL
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Eine weiße Kaffeetasse mit dem Aufdruck 'Begin' steht auf einem Holztisch - Start Praktisches Jahr im Medizinstudium.

Mediziner-ABC: P wie Praktisches Jahr (PJ) und problemorientiertes Lernen (POL)

Die nächsten erklärten Begriffe aus unserem Studenten-ABC für Mediziner sind praktisches Jahr (PJ) und problemorientiertes Lernen (POL).

Unsere Auflistung ist kein klassisches medizinisches Lexikon – reine Definitionen von medizinischen Fachbegriffen und -gebieten gibt es genug. Es wird hier vielmehr versucht Fragen zu beantworten, die vor oder zu Beginn Deines Medizinstudiums auftauchen. Natürlich ist unser besonderes Lexikon nicht vollständig. Wenn Du also wichtige Begriffe hast, die Deiner Meinung nach in unserer Auflistung fehlen, freuen wir uns über Deine Nachricht.

PJ – Praktisches Jahr

Ein praktisches Jahr widmet sich, logisch, zwei Semester lang der praktischen Arbeit. Es stellt nach zehn Semestern den letzten Teil deines Studiums dar.

Du verbesserst und erweiterst nicht nur praktische Fähigkeiten wie zum Beispiel Zugänge legen, Knochenmarks- und Liquorpunktionen durchführen, sondern bekommst auch jede Menge von den Routineabläufen auf Station mit. Das Praktische Jahr unterteilt sich in 3 Abschnitte (Tertiale) von jeweils 16 Wochen. Dabei erwirbst du praktische Kenntnisse in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und Allgemeinmedizin oder in einem anderen klinisch-praktischen Fachgebiet, das du frei wählen kannst.

Auch in der Wahl des Krankenhauses bist du frei. Du kannst dich in ganz Deutschland auf freie Stellen bewerben. Auch Tertiale im Ausland sind möglich. Nach dem PJ ist es sinnvoll, wenn man eine Bewertung darüber verfasst und diese nachfolgenden PJ-Generationen online zur Verfügung stellt. Ein beliebtes Portal ist beispielsweise PJ-Ranking.de.

Das PJ wird mit einer mündlich-praktischen Prüfung abgeschlossen, die gleichzeitig der zweite Teil des 2. Staatsexamens und deine letzte Prüfung im Studium ist.

Eigentlich ist man im PJ fast Arzt, versorgt Patienten und beginnt Verantwortung zu tragen. Nur finanziell merkt man davon noch nicht viel. Aktuell gibt es keine gesetzliche Pflicht, die besagen würden, dass für das PJ ein Gehalt zu zahlen wäre. Ganz im Gegenteil, es gibt eine Höchstgrenze, die die maximale Entlohnung für das Praktische Jahr festlegt. Das Maximalgehalt für die PJ Vergütung beträgt aktuell 597 EUR (Quelle).

POL – Problemorientiertes Lernen

„POL“ ist neben Medi-KIT, Skillslab und Bedside-Teaching eine weitere Zusatzveranstaltung neben Vorlesungen und Praktika. Das Ziel ist, dass du dir in Kleingruppen anhand realistischer Krankheitsgeschichten Vorgehensweisen erarbeitest und das „klinische Denken“ übst. Stures Auswendiglernen bringt dich da nicht weiter.

Anhand des Falles musst du erarbeiten, worauf du bei Anamnese und klinischer Untersuchung insbesondere achten musst und welche Diagnostik und Therapie notwendig ist. Die Gruppe diskutiert verschiedene Lösungsansätze und versucht, sich auf den „richtigen“ Weg festzulegen.

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