Mediziner-ABC: V wie Versagen & Vergabe der Studienplätze
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Angst vor dem Versagen im Studium: Junge Frau sitzt in Schlafklamotten auf dem Bett, hat die Beine angezogen und vergräbt den Kopf auf den Knien mit einer Kaffeetasse in der Hand.

Mediziner-ABC: V wie Vergabe der Studienplätze und Versagen/Versagensangst

Die nächsten erklärten Begriffe aus unserem Studenten-ABC für Mediziner sind Vergabe der Studienplätze und Versagen / Versagensangst.

Unsere Auflistung ist kein klassisches medizinisches Lexikon – reine Definitionen von medizinischen Fachbegriffen und -gebieten gibt es genug. Es wird hier vielmehr versucht Fragen zu beantworten, die vor oder zu Beginn Deines Medizinstudiums auftauchen. Natürlich ist unser besonderes Lexikon nicht vollständig. Wenn Du also wichtige Begriffe hast, die Deiner Meinung nach in unserer Auflistung fehlen, freuen wir uns über Deine Nachricht.

Vergabe der Studienplätze

Das Medizinstudium ist zulassungsbeschränkt, sprich die Vergabe der Studienplätze erfolgt nach dem Numerus Clausus.

Die Studienplatzvergabe wird bundesweit durch die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) organisiert. Die Bewerbung erfolgt ausschließlich über das Portal hochschulstart.de. 20 % der Plätze eines Medizinstudiengangs gehen dabei an Bewerber mit dem besten Abiturdurchschnitt. Ihre Leistung soll dadurch honoriert werden, dass sie eine Zulassung an ihrer Wunschhochschule erhalten.

Weitere 20% gehen an diejenigen Studienbewerber mit den längsten Wartezeiten. Die restlichen 60 % der Medizin-Studienplätze werden in einem Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) vergeben. Die einzelnen Hochschulen können in einem begrenzten Rahmen eigene Zulassungskriterien festlegen, sodass beispielsweise die Abschlussnoten in bestimmten Fächern oder bestehende Berufserfahrung eine größere Rolle spielen. An manchen Hochschulen gibt es Auswahlgespräche, also Bewerbungsgespräche für den Studienplatz oder den Test für Medizinische Studiengänge.

Ende 2017 hat das Bundesverfassungsgericht die Vergabe von Studienplätzen im Fach Medizin zumindest teilweise für verfassungswidrig erklärt. Die aktuelle Regelung verstößt nach dem Urteil gegen das Grundrecht auf „gleicher Teilhabe am staatlichen Studienangebot“, das sich aus der Ausbildungs- und Berufswahlfreiheit in Artikel 12 und dem allgemeinen Gleichheitssatz in Artikel 3 des Grundgesetzes ergibt. Daher verlangen die Richter von Bund und Ländern bis zum 31. Dezember 2019 zahlreiche Änderungen – sowohl bei der Vergabe nach der Abiturnote, bei der Vergabe von Studienplätzen nach Wartezeit als auch für das Verfahren bei der Zulassung durch die Hochschulen selbst. Zuvorderst müsse sichergestellt sein, dass Eignungsgespräche an Universitäten bundesweit einheitlicher standardisierter stattfinden, um die Chancengleichheit der Studierenden zu wahren.

Versagen / Versagensängste

In Anbetracht des zu bewältigenden Arbeitspensums, kann es leicht sein, dass dich die Prüfungsangst und/oder die Angst vor dem Versagen heimsucht. Ein gewisses Maß an Stresssymptomen vor allem in der Prüfungszeit ist durchaus normal.

Was helfen kann ist ein gutes Zeitmanagement und der Austausch mit Kommilitonen. Auch eine gute Lerngruppe kann dazu beitragen die Angst abzubauen, denn es ist gut für das Selbstvertrauen, auch mal derjenige zu sein, der den anderen Gruppenmitgliedern den Stoff erklären oder deren Frage beantworten kann. Und solltest du wirklich einmal in einer Prüfung versagen, es bleibt dir immer noch der Zweitversuch und der Drittversuch. Danach wird es schwierig, aber immer noch nicht unmöglich, das Studium weiter zu führen.

Wenn du jedoch das Gefühl hast, die Angst vor dem Versagen lähmt dich, bereitet dir körperliche Symptome, bestimmt deinen Alltag oder du findest keine Ausgleichszeiten, um dich nach Stressphasen wieder zu erholen, dann solltest du darüber nachdenken, ob du vielleicht gefährdet bist, in ein Burnout zu „rutschen“. Da hilft nur eins, sei ehrlich zu dir selber, informiere dich und suche dir gegebenenfalls rechtzeitig Hilfe.

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