Mediziner-ABC: W wie Wartezeit, Weiterbildung & Wahlfach
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Junge Frau sitzt besorgt auf einer Bank in der U-Bahn - Wartezeit fürs Medizinstudium.

Mediziner-ABC: W wie Wahlfach, Wartezeit und Weiterbildung

Die nächsten erklärten Begriffe aus unserem Studenten-ABC für Mediziner sind Wahlfach, Wartezeit und Weiterbildung.

Unsere Auflistung ist kein klassisches medizinisches Lexikon – reine Definitionen von medizinischen Fachbegriffen und -gebieten gibt es genug. Es wird hier vielmehr versucht Fragen zu beantworten, die vor oder zu Beginn Deines Medizinstudiums auftauchen. Natürlich ist unser besonderes Lexikon nicht vollständig. Wenn Du also wichtige Begriffe hast, die Deiner Meinung nach in unserer Auflistung fehlen, freuen wir uns über Deine Nachricht.

Wahlfach

Sowohl im vorklinischen Teil als auch im klinischen Teil muss verpflichtend ein Wahlfach belegt werden.

Die Angebote unterscheiden sich von Uni zu Uni und können frei nach Interesse gewählt werden. Neben den persönlichen Interessen spielen bei vielen Studenten auch der zu erwartende Lernaufwand und die Zeit, zu der das Fach angeboten wird, eine Rolle bei der Entscheidung.

In der Vorklinik kann man sich zum Teil auch fachfremde Wahlfächer wie beispielsweise das Erlernen einer Fremdsprache anrechnen lassen.

Wartezeit

Die Bewerberzahlen für das Medizinstudium übersteigen bei weitem die Anzahl der vorhandenen Studienplätze.

Daraus resultieren ein extrem hoher Numerus Clausus und ein kompliziertes System zur Vergabe der Studienplätze. Wer es also nicht schafft, zu den glücklichen 1,0er-Abiturienten zu gehören und einen Platz über die Abiturbestenquote zu bekommen, der muss sich auf lange Wartezeiten einstellen.

Im Wintersemester 2017/2018 war die Zahl der Bewerber nach Angaben der Stiftung Hochschulzulassung nahezu fünfmal höher als die der Studienplätze. 43.184 Studienbewerbern in Deutschland standen nur 9.176 Plätze gegenüber. Die Wartezeit liegt derzeit bei ca. 14 Semestern und ist damit sogar länger als die Regelstudienzeit eines angehenden Mediziners. (Quelle)

Weiterbildung

Wenn man nach sechs Jahren mit dem Medizinstudium fertig ist, das Staatsexamen bestanden und die Approbation in der Tasche hat, hat die Lernerei für die meisten noch immer kein Ende.

Zum einen kannst du schon während des Studiums deine Doktorarbeit beginnen und nach dem Studium promovieren. Zum anderen kannst du dich mit Erhalt der Approbation durch die Facharztausbildung auf einen Fachbereich spezialisieren. Und wenn dir die Lust zum Lernen noch immer nicht vergangen ist, kannst du dich nach bestandener Facharztausbildung noch auf einen Schwerpunktbereich weiter spezialisieren.

Solltest du dich für eine Karriere als Klinikarzt entscheiden, sind bestimmte Fortbildungen Voraussetzung und du musst dich zwangsläufig mit der Weiterbildungsordnung deiner Fachdisziplin auseinandersetzten, um keine Fächer oder Fristen zu übersehen.

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