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Oberkörperfreier Lehrer

Herr Roth – geheime Träume

Normalerweise sind Lehrer ja irgendwie alt … und überhaupt nicht attraktiv. Aber was passiert, wenn die mal dem Gegenteil entsprechen? Ab und an ist dann ein kleiner Wunschtraum erlaubt.

Ich liebe meine kleine Schwester, ohne Frage. Und ich weiß nie so recht, was es bedeuten soll, wenn jemand sagt, wir wären nicht wie Geschwister aufgewachsen. Natürlich nicht, wir sind ALS Geschwister aufgewachsen! Und doch trifft diese Aussage irgendwie auf uns zu. Meine Schwester ist elf Jahre jünger als ich. Dazwischen keine weiteren Geschwister. Hat nicht sein sollen… Aber das ist eine andere Geschichte.

Eigentlich will ich euch nur erzählen, dass ich mich an diesem Nachmittag wieder einmal furchtbar über meine Schwester, besser gesagt über unsere Eltern, aufregen musste. Meine Schwester ging seit Kurzem auf das Gymnasium. So weit, so gut. Leider fand der erste und wahnsinnig wichtige Elternsprechtag genau an so einem saudummen Termin statt, an dem meine Eltern, typisch, zufällig beide verhindert waren. Aber der erste Elternsprechtag an der neuen Schule war nun einmal furchtbar wichtig, das müsste ich doch verstehen. Die Lehrer sollten ja nicht denken, um das Mädchen würde sich niemand ordentlich kümmern. Außerdem wollten die Eltern ja schon wissen, wie der neue Klassenlehrer so sei und was er über ihre Jüngste zu berichten hätte. Langer Rede, kurzer Sinn, wieder einmal sollte ich als Ersatz-Mama einspringen. Reichte ja nicht, dass ich ständig den Babysitter spielen musste, damit das arme Kind nur ja nicht alleine zu Hause ist.

Schlecht gelaunt fügte ich mich meinem unausweichlichen Schicksal und trabte zum Elternsprechtag. Genervt setzte ich mich in die Schlange vor der Tür, harrte der Dinge und hing meinen Gedanken nach. Herr Roth hieß er, der Klassenlehrer. Mathe, Physik, genau mein Fall. Zum Kotzen. Bestimmt so eine Brillenschlange, ein Fachidioten-Nerd. Ein richtiger Lehrer sei er schon, aber irgendwie auch noch nicht direkt alt, meinte meine Schwester auf die Frage, wie der Herr Roth denn so sei. Irgendwie schon nett, gerecht auch, und Hausaufgaben gäbe er auch nicht so viele auf. Aber er könne auch ganz streng sein, wenn jemand Blödsinn macht, und richtig böse gucken. Ich solle meine Schwester ja nicht blamieren und mich benehmen. Das musste ich mir von der kleinen Göre auch noch anhören.

Na, dann wollte ich mich mal bemühen, mich zu benehmen und geduldig die ewige Wartezeit sowie die mir zugeteilten 10 Minuten Gesprächszeit absitzen. Keinen Blödsinn machen, nicht dass mich die Brillenschlange hinter dicken Gläsern hervor böse anschielte.

Endlich, ich war die Nächste. In circa drei Minuten würde sich die Türe des Klassenzimmers öffnen und Teil 1 der Aufgabe war geschafft. Dann nur noch 10 Minuten Gelabere ertragen und nach Hause gehen. Zu guter Letzt noch detailliert Bericht erstatten und endlich wieder frei sein. Drinnen hörte ich Stühle rücken. Ich dachte an die Worte meiner Schwester: Keinen Blödsinn machen, sonst guckt er böse. Jaja, schon recht.  Okay, 10 Minuten zusammenreißen. Eine Frau verließ das Klassenzimmer, ich trat ein und erstarrte. Kein Nerd, keine Brillenschlange – eine richtig geile Sau! Wirklich noch nicht alt, aber auch kein Bubi mehr, ein richtiger Lehrer. Interessante Augen hatte er. Und dass er streng sein kann, das glaubte ich sofort. Wäre reizvoll, das herauszufinden.

Ach, kleine Schwester, hoffentlich siehst du deinen Lehrer (noch) mit kindlich unschuldigen Augen, dachte ich mir.

„He, reiß dich zusammen!“, ermahnte ich mich selbst. „10 Minuten absitzen, keinen Blödsinn machen und dann ab nach Hause.“ – Wie gern hätte ich jetzt irgendeinen Blödsinn gemacht, der wäre bestimmt verdammt heiß, wenn er böse guckt.

„Guten Tag, wollen Sie nicht endlich hereinkommen und die Türe schließen?“, riss mich eine angenehme Stimme aus meinen Gedanken. Äh, ja, natürlich, hereinkommen, Türe schließen, 10 Minuten zusammenreißen, keinen Blödsinn machen. Geistesabwesend setzte ich mich und schaute Herrn Roth unsicher an. War das eben ein höfliches Lächeln oder ein freches Grinsen? – Egal, es war unverschämt sexy. – 10 Minuten zusammenreißen, kein Blödsinn! Herr Roth blätterte in seinen Unterlagen, ich beobachtete seine Hände. Was könnte er mit diesen Händen alles mit mir anstellen. Streng sein kann er, und böse gucken – ob ich doch Blödsinn machen sollte? – Zusammenreißen, Elternsprechtag, nur 10 Minuten. Aus der Ferne hörte ich ihn irgendetwas über meine Schwester sagen. Klar, deswegen war ich hier. Und doch war es mir im Moment völlig egal, würde schon passen. Mit meinen Gedanken war ich weit weg.

Herr Roth erhob sich und ich zuckte vor Schreck zusammen. Diesmal war es eindeutig ein Grinsen, als er mich fragte, ob ich denn schon alles mitbekommen hatte. Beschämt blickte ich zu Boden. Freundlicherweise wartete er meine Antwort nicht ab, sondern wiederholte die wichtigsten Aussagen nochmal: Meine Schwester war eine höfliche, aufmerksame Schülerin. Der Wechsel auf das Gymnasium war genau der richtige Schritt für sie. In den Lernfächern müsste sie am Ball bleiben, da dürfte sie ruhig noch etwas mehr Ehrgeiz zeigen. Im Großen und Ganzen sähe er aber keine Schwierigkeiten. Mit diesen Worten streckte er mir die Hand entgegen und sah mich freundlich an. „Ich hoffe, wir sehen uns am nächsten Elternsprechtag wieder. Und dann…“, seine Stimme bekam mit einem Mal einen eindringlichen Unterton und seine Augen fixierten mich scharf. „Und dann erwarte ich deutlich mehr Aufmerksamkeit und Konzentration von Ihnen, sonst…“

Er beendete seinen Satz nicht, sondern schob mich ohne weiteren Kommentar zur Tür hinaus. Die nächste Mutter wartete schon auf ihre 10 Minuten mit Herrn Roth…

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