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Keine Panik vor dem ersten Unitag

Keine Panik vorm ersten Unitag

Die Zeit ist reif für die Universität! Wer freut sich nicht auf seinen ersten Unitag, spannende Vorlesungen, coole Leute, jede Menge Partys und einfach die Freiheit, Student zu sein?! Auch ich kam vor genau einem Jahr mit viel Vorfreude im Gepäck in meiner neuen Heimatstadt Köln an. Natürlich hatte ich auch Bammel vor fiesen Dozenten, Überforderung und schlechtem Mensaessen. Nervosität, Angst, Zweifel – das alles ist normal. Aber Sorgen hin oder her:

Die Universität macht einfach Spaß!

Für einen guten Start am allerersten Unitag lautet die goldene Regel: Nicht verschlafen! Manchmal entscheiden nämlich schon die ersten Minuten auf dem Campus, wer deine neuen Weggefährten für die Studienzeit sein werden. Da willst du sicher nicht zu spät kommen! Außerdem kann es ziemlich peinlich werden, als Letzter in die Begrüßungsrede zu platzen und auf einen freien Platz in der ersten Reihe zu huschen. Also am besten mehrere Wecker stellen und pünktlich aus dem Haus gehen.
Frisch geduscht und gut genährt macht man sich nun auf den Weg zur Universität. Man muss übrigens nicht drei Stunden vor dem Spiegel stehen, um perfekt gestylt zu sein. Sei einfach du selbst! Wenn du gerne Schlabberpullis und Sneaker trägst, okay. Wer lieber in High Heels oder Polohemd rumläuft, auch okay. Jeder wie er mag, man sollte sich einfach wohlfühlen. Mein Tipp: Entscheide dich für dein Lieblingsteil und schon hast du eine Sorge weniger. Von wegen!

Die erste Falle am ersten Unitag – der Weg zur Universität.

Welche Bahn muss ich eigentlich nehmen? Wo liegt nochmal der Campus? Und schaffe ich das in zehn Minuten? Damit man mit solchen Fragen nicht wie ein Vollidiot dasteht, sollte man sich gut vorbereiten. Wer eh ständig am Handy hängt, kann auch mal zwei Minuten seiner Zeit opfern und Google-Maps anschmeißen. Ich persönlich finde die “DB-App” in großen Städten mit viel Bahnverkehr sehr hilfreich. Vor allem für Landeier wie mich war das S-Bahn-Fahren eine Neuheit – und ehrlich gesagt hat es ziemlich lange gedauert, bis ich mich in dem System zurecht gefunden habe. Den Weg zu meiner FH habe ich mir aber schon vorher überlegt. Mein Vorteil ist, dass ich zu Fuß in 5 Minuten da bin. 🙂

An meinem ersten Unitag musste ich übrigens nicht alleine auf den Campus marschieren.

In einer extra erstellten Facebook-Gruppe für alle Erstis aus meinem Studiengang, hatten wir uns mit 50 Leuten zum gemeinsamen Kaffeetrinken verabredet. Es hat zwar nicht geklappt, die ganze Horde in einem Café unterzukriegen, war aber trotzdem schön auf Gleichgesinnte zu treffen. Einer war aufgeregter als der andere, alles war so neu – und so kam man ganz schnell ins Gespräch. Wenn du dich allein und ratlos fühlst, schau einfach mal bei Facebook rein. Schon Wochen vor Beginn der Universität werden dort viele Fragen zum Ablauf gestellt, so kannst du dich informieren und vielleicht schon im Vorfeld mit anderen zusammenschließen.

Jetzt ist also der historische Tag gekommen, der erste Unitag.

Mit dir werden hunderte weitere junge und jung gebliebene Menschen auf den Campus strömen. Mach dich also auf Stau vor den Toiletten und in den Fluren gefasst. Wer – so wie ich – an einer Fachhochschule studiert, kann sich auf kleinere Menschenmengen, aber auch auf einen unspektakulären Campus einstellen.

Als frisch gebackener Student wirst du dich an deinem ersten Unitag in der Aula einfinden und ein ellenlanges Einführungsprogramm über dich ergehen lassen. Keine Sorge, es wird auch Pausen geben und du darfst auch gerne Fragen stellen. Schließlich sollst du in der “Ersti-Woche” (an manchen Unis auch “O-Woche”, also Orientierungswoche, genannt) alle relevanten Informationen zu deinem Studium erhalten. Hör also aufmerksam zu und mach dir Notizen. Es kann später durchaus hilfreich sein, wenn man weiß, wie der hauseigene Computertechniker heißt oder wie man sich für die Prüfungen anmeldet. Ich für meinen Teil musste schon oft das technische Know-How unseres Informatikers in Anspruch nehmen.

Neben all den Dozenten und Ansprechpartnern wird dir vor allem die Fachschaft mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die “alten Hasen” haben schon viel Erfahrung gesammelt und können dir super nützliche Insider-Tipps geben. Egal ob man in alten Mitschriften rumblättern möchte oder einfach auf einen kleinen Plausch vorbeischaut – die Leute in der Fachschaft haben garantiert immer ein offenes Ohr für dich. Schließlich wissen sie genau, wie du dich fühlst. In der Erstiwoche erwarten dich natürlich nicht nur spannende Infoveranstaltungen und offizieller Kram, sondern auch jede Menge Spaß. Kneipentouren, Kennenlern-Spiele, Stadtralley, “Erstipartys” – die Fachschaft ist da sehr kreativ. Mein Tipp:

Unbedingt bei allem mitmachen!

Bei diesen Aktionen habe ich viele nette Leute getroffen und mit einigen davon wirklich gute Freundschaften geschlossen. Außerdem habe ich die Stadt und das Nightlife besser kennen gelernt und weiß jetzt, was Köln alles zu bieten hat.

Aber Feierei ist nicht alles! Denn mit dem ersten Semester beginnt natürlich auch das Studieren. An vielen Hochschulen kann man seinen Stundenplan selber zusammenstellen. Durch das Programm durchzusteigen erfordert etwas Übung, aber letztendlich gelingt es jedem. Am Anfang sollte man den eigenen Stundenplan nicht zu voll stopfen, schließlich muss man sich erstmal an alles gewöhnen. Vorlesungen, Seminare, Hausarbeiten – vieles ist anders als in der Schule!

Gerade Studienanfänger unterschätzen die Vor- und Nachbereitungszeit der Veranstaltungen – ein Studium nimmt nämlich viel Zeit in Anspruch. Auch ich wollte direkt im ersten Semester am liebsten noch drei Zusatzsprachen belegen, habe mich aber letztendlich dagegen entschieden und mein Studium ruhig anlaufen lassen. Als Neuling ist man auch schon mit dem “Normalstoff” gut bedient. Nach zwei Semestern weiß ich aber mehr oder weniger, wie der Hase läuft, und kann meinen Stundenplan doch endlich mit einer Zusatzsprache schmücken. Und siehe da, das Warten hat sich gelohnt: Schwedisch ist neu im Angebot. Ich bin schon ganz gespannt! 🙂

Neben dem Stundenplan kommen noch weitere Herausforderungen auf dich zu.

Wer sich auf dem riesigen Geländer der Universität nicht sofort zurecht findet, sollte einen Lageplan ausdrucken und früh genug abchecken, wo Kaffeeautomat, Bibliothek und Co. zu finden sind. Meine kleine, süße FH ist etwas überschaubarer, weshalb mir dieser Stress erspart geblieben ist.

Und auch die Dozenten können manchmal etwas schräg drauf sein. Sie rattern ihre Vorträge runter, pochen auf ihre Meinung oder faseln verständnisloses Zeug. Stopp! Wenn du etwas nicht verstehst, frag nach. Professoren sind einfach in ihrem Element und merken vielleicht gar nicht, wenn jemand auf dem Schlauch steht. Außerdem können sie – wie jeder andere auch – mal einen schlechten Tag haben. Einer meiner Dozenten hat sich mal persönlich bei unserem Kurs für seine schlechte Laune entschuldigt. Das war sehr lieb und macht ihn einfach menschlich.

Zum Abschluss möchte ich euch zwei Helferlein, die den Unialltag enorm erleichtern, mit auf den Weg geben.

Da hätten wir zum einen den guten alten Jutebeutel.

Wer sich lange in der Bibliothek aufhält und ordentlich Literatur mit nach Hause nehmen will, wird mich für diesen Tipp lieben! Außerdem werden an manchen Unis von verschiedenen Firmen Werbegeschenke wie Zeitschriften oder auch Lebensmittel verteilt, für die du Stauraum brauchst. Ich persönlich schaue nach den Vorlesungen auch gerne im Supermarkt vorbei. Und ich zahle doch keine 15 Cent für eine Plastiktüte, wenn dafür mein oller Beutel herhalten kann.

Zum anderen gibt es nützliche Apps wie “Stundenplan deluxe” oder “Quip”, die dir beim Zeitmanagement und Lernen helfen. Mein persönlicher Favorit ist die “CampusApp”. Hier kannst du deine Universität auswählen und jederzeit Infos zu Jobs, Wohnungen und anderen Events abrufen. Das beste an der App ist aber der Mensaplan. Ist es nicht toll, schon morgens zu wissen was man mittags futtern kann? Der Blick auf den Speiseplan hat mir selbst die schlimmsten Vorlesungen versüßt.

Achja, die Unimensa … Des einen Freud, des anderen Leid.

Je größer die Universität, desto größer auch die Auswahl. An meiner FH muss ich mich mit einem relativ kleinen Angebot zufriedengeben. Vier verschiedene Menüs und eine Selbstbedienungs-Salatbar sind für einen Menschen mit Entscheidungsdefizit aber definitiv genug. Wer allerdings an der Uni studiert, muss mit einer unendlich großen Auswahl rechnen: Putenschnitzel mit Pommes, Lammhacksteak mit Blumenkohl, vegetarische Lasagne, Spaghetti Bolognese, Chop Suey, vegane Burritos, Kartoffelsuppe mit Bockwurst, Waffeln mit heißen Kirschen … Ja, hier hat man die Qual der Wahl, aber es ist bestimmt für jeden was dabei. Und wenn du wirklich keinen Plan hast: Schau in die App, da werden die Gerichte von Studenten mit Sternchen bewertet. Oder schwimm mit dem Strom und bestell das, was die meisten auf dem Tablett haben. Das muss ja schmecken!

So, ich hoffe ich konnte euch ein wenig die Angst vorm ersten Unitag nehmen und stattdessen die Vorfreude ultimativ steigern! Ich wünsche allen einen gelungenen Start ins erste Semester und ganz viel Freude beim Studieren! 🙂

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