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Hallo an alle beim ersten Unitag

Wenn der erste Unitag bevorsteht

Jeder erinnert sich wohl noch an seinen allerersten Schultag an der Grundschule, der erste Unitag ist ähnlich: Bereits beim Frühstück bekommt man kaum einen Bissen runter, die angesammelte Nervosität der letzten Wochen lässt einem das Herz schneller schlagen und egal, wie viel Selbstvertrauen man auch besitzt, hat man doch Angst, dass einen die Mitschüler nicht mögen oder dass man selbst seine Mitschüler auf den Tod nicht ausstehen kann. So oder so ähnlich fühlt es sich auch an, wenn der erste Unitag bevorsteht.

Hinzu kommen noch panische Zukunftsängste, wenn man das erste Mal in seinem Leben realisiert, dass keine Schultüte voller Süßigkeiten auf einen wartet und dass einem die Eltern nicht mehr die kleinen Patschehändchen halten. Du bist also vollkommen auf dich allein gestellt und trägst von nun an selbst die Verantwortung für deine Entscheidungen. Wie du dich nach der Grundschule und der weiterführenden Schule am besten mental, physisch und nicht zuletzt organisatorisch auf deinen dritten ersten „Schultag“ vorbereitest, erfährst du hier von Leuten, die ihn schon hinter sich gebracht haben – nämlich von uns. 😉

Der erste Unitag: Die letzten Vorbereitungen

Gehen wir einmal davon aus, dass du rechtzeitig vor Semesterbeginn eine Wohnung oder ein Zimmer gefunden hast und du nicht unter einer Brücke neben einer Pennertonne schlafen musstest. Dann solltest du nämlich gut ausgeruht und ausgeschlafen in deinen neuen Lebensabschnitt starten (außer du bist ein draufgängerischer Partylöwe und marschierst direkt vom Club in deine erste Vorlesung, dann ist so ziemlich der ganze nächste Absatz für dich nicht relevant).

Stelle zunächst sicher, dass du die Grundausrüstung eines jeden Studenten in deiner Tasche verstaut hast. Schließlich sollte ein Soldat nie unbewaffnet in den Krieg ziehen. Auch wenn’s dir vielleicht schwer fällt, solltest du versuchen, etwas zu frühstücken. Eine kleine Schüssel Müsli oder ein belegtes Vollkornbrot sollten dir für einige Stunden Energie spenden. Das ist überlebensnotwendig, da es da so ein Phänomen gibt, dass dir dein Körper, sobald du in der Uni bist, sagt, dass er Hunger hat, selbst wenn du erst kurz vorher einen riesigen Teller Nudeln gegessen hast.

Zum Schluss solltest du noch etwas Zeit übrig haben für den allerwichtigsten Schritt: dein Styling! Selbst wenn du zu der Sorte Mensch gehörst, die sich sonst überhaupt nicht dafür interessieren, was die anderen von ihrem Outfit halten, so sollte dir dennoch bewusst sein, dass dich deine Kommilitonen am ersten Unitag zuallererst nach deiner Kleidung beurteilen. Klingt blöd, ist aber so. Also solltest du dir vorher genauer überlegen, wie du auf andere wirken möchtest. Das heißt jetzt nicht, dass du dich verkleiden und verstellen sollst.

Im Gegenteil: Unterstreiche deine Persönlichkeit! Du bist das totale Mode-Püppchen? Dann zeig den anderen, wie stilsicher du bist! Du gehörst zu den alteingesessenen Heavy Metallern? Dann geh doch mit dem T-Shirt zur Uni, dass du beim letzten Wacken-Festival erworben hast. Oder hängst du gedanklich in der Flower-Power-Zeit der 60er Jahre fest? Dann don’t worry, be Hippie! Und wenn du ein top fitter Sport-Fanatiker bist, dann spricht nix dagegen, deinen Luxuskörper zur Geltung zu bringen (außer vielleicht, du bist ein Sumo-Ringer 😉 ). Deine Möglichkeiten sind grenzenlos. Doch hey! Guck mal auf die Uhr! Beeil dich, sonst kommst du noch zu spät zu deiner ersten Vorlesung!

Wo muss ich hin? Die Suche nach dem richtigen Raum

Bist du erst einmal an der Uni angekommen, beginnt das große Suchen nach dem richtigen Veranstaltungsraum. Selbst wenn du vor Semesterbeginn gleich mehrere Führungen durch die Fakultätsgebäude mitgemacht hast, wirst du es oft kaum vermeiden können, mindestens einmal in deiner ersten Studienwoche in die falsche Vorlesung zu platzen. Das Geräusch, das die Tür anschließend beim Wieder-Verlassen des Raumes von sich gibt, war aus diesem Grund auch die Inspiration für den Spitznamen von Erstsemestlern bei den älteren Studenten: Quietschies. Das braucht dir auch gar nicht peinlich sein – selbst eingefleischte Langzeitstudenten verlieren vor allem bei großen Universitäten mit mehreren Campi oft die Übersicht über die Raumverteilung.

Bittest du also einen anderen Studenten ganz lieb, dir zu zeigen, wo du hin musst, dann macht er das auch gerne und wird mit einem Lächeln an seine eigene Zeit als Ersti denken. Wenn du bereits in einem falschen Raum voller Menschen geraten bist, die eindeutig nicht in deinem Studiengang sind, dann versuch dich einfach so leise wie möglich aus dem Staub zu machen. Ist das nicht möglich, weil du dummerweise bereits in der Mitte des Hörsaals sitzt und die Hälfte deiner Bankreihe wegen dir aufstehen muss, dann hilft dir nur die Philosophie der Pinguine: Lächeln und winken, Männer, lächeln und winken…

Die lieben Kommilitonen

Leider ist das Finden des richtigen Raumes nicht die größte Hürde, die der erste Unitag für dich bereit hält. Damit meinen wir nicht etwa, die gigantische Informationsflut aus deinen Vorlesungen, die dich zu überrollen droht. Viel schlimmer: Du musst mit Menschen reden! Mit fremden Menschen! Wenn du Pech hast, sogar mit dummen Menschen, denn davon gibt es auch an „elitären“ Bildungseinrichtungen mehr als genug. Doch daran wirst du wohl nicht vorbei kommen, wenn du Anschluss an deine Kommilitonen finden willst. Sei daher zunächst zu jedem nett und aufgeschlossen, neben den du dich setzt oder zu dem du dich hinstellst, ohne sie vorschnell zu verurteilen.

Du wirst vielleicht nicht sofort deinen neuen besten Freund finden, doch es ist wichtig, so viele der anderen Kursteilnehmer zu kennen wie nur irgend möglich. Schließlich ist Studieren zu einem großen Teil auch Mannschaftssport und du wirst im Laufe deiner Universitätslaufbahn oft mit anderen bei Referaten, Projekten, Versuchen oder sogar Hausarbeiten kooperieren müssen. Nicht zuletzt ist es auch immer schön, wenn du dich auf deine Kommilitonen verlassen kannst und dir von einem von ihnen die Aufzeichnungen der letzten Vorlesung ausleihen kannst, weil du das letzte Mal krank warst oder vielleicht einfach mal keinen Bock hattest, hinzugehen (was wir natürlich in keinster Weise unterstützen können. Ein guter Student ist immer in jeder Veranstaltung präsent – oder so ähnlich).

Was die „Beste-Freunde-Sache“ angeht, brauchst du dir auch nicht allzu große Sorgen machen: Früher oder später wird dein Seelenverwandter in einem Kurs neben dir sitzen, in der Mensaschlange hinter dir stehen oder ihr werdet euch bei der nächsten Uni-Party über den Weg laufen. Spätestens wenn ihr entdeckt, dass ihr dieselbe Person aus eurem Kurs nicht leiden könnt, werdet ihr auf ewig unzertrennlich und reitet gemeinsam gen Sonnenuntergang – schließlich schweißt zwei Menschen nichts so gut zusammen wie der Hass auf andere. 😉

Die ersten Veranstaltungen und wie man sie überlebt

Vergiss bei dem ganzen Stress um die Raumsuche und den sozialen Anschluss an die Herde der Spezies Studenten nicht, weswegen du eigentlich an der Uni bist: zum Studieren! Ein Ohr sollte also stets den informativen Worten des Professors lauschen. Er wird nämlich die grundlegendsten Fragen rund um seinen Kurs und ums Studium beantworten: Welche Themen werden während des Semesters behandelt? Welche Leistungen werden von dir verlangt? Wann findet die Klausur statt? Wann fällt die Veranstaltung einmal aus? Alles wichtige Ankündigungen, die du dir notieren solltest.

Hat der Professor hingegen seine Redekunst an der Schlaftabletten-Uni in Ödstadt an der Langeweile erlernt, dann ist das natürlich etwas völlig anderes und ein Freifahrtschein zum Zeit totschlagen. Smartphone-Spielereien, malen, Tic Tac Toe oder ein Nickerchen halten sind hierbei die bevorzugten Langeweile-Killer, die schon so manchen Studenten davor bewahrt haben, während der Vorlesung völlig durchzudrehen, sich die Kleider vom Leib zu reißen und nackt aus dem Fenster zu springen.

Kleiner Mutmacher für unterwegs

Mit diesem Wissen sollte der erste Unitag in deinem neuen Campusleben doch zu meistern sein, oder? Du wurdest deine ganze Schulzeit lang darauf vorbereitet und nun ist es endlich Zeit, nicht nur mit dem kleinen Zeh die Wassertemperatur zu prüfen, sondern mit einer Mega-Arschbombe in den Pool zu hüpfen und alle Umstehenden ordentlich nass zu spritzen. Was? Du hast immer noch Angst davor, was dich an der Hochschule so Neues erwartet? Dann haben wir noch einen letzten Ratschlag für dich: Auch wenn du ein Junge bist: Sei eine Frau, scheiß dir nicht in die Hose und rock das Ding! Irgendwie wirst du die Studienzeit schon überleben.

Der erste Unitag: ich packe meine Tasche und nehme mit…

  • etwas zu trinken (Kaffee, Wasser, Saft und Co.)
  • meinen Studentenausweis (und ggf. meine Mensakarte)
  • etwas zum Essen oder Knabbern
  • meinen Terminkalender
  • einen Lageplan, um mich nicht noch mehr als nötig auf dem Campus zu verlaufen
  • einen Block, um die besonders wichtigen Aussagen des Profs mitzuschreiben
  • Skripte für Vorlesungen, falls diese schon vor der Veranstaltung abrufbar sind, um mir wichtige Anmerkungen besser zu notieren
  • mehrere Kugelschreiber, falls einer den Geist aufgibt oder um gleich zu Beginn jemandem aushelfen zu können, dessen Kuli nicht schreibt und sich damit als Held Freunde machen
  • ein Handy oder Smartphone zum Zeitvertreib

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