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Studentin, die sich die Skyline im Ausland anschaut

Mit finanzieller Unterstützung ins Ausland – Förderprogramme

Während des Studiums für eine gewisse Zeit ins Ausland zu gehen und dort an einer Hochschule zu studieren, wird immer beliebter: Während im Jahr 2000 nur 51 600 deutsche Studenten an einer ausländischen Hochschule immatrikuliert waren, hat sich diese Zahl im Jahr 2010 mit knapp 127 000 Studierenden fast verdreifacht. Von der Tatsache, dass ein Aufenthalt im Ausland meist mit hohen Kosten verbunden ist, solltest ihr euch nicht abschrecken lassen. Es gibt zahlreiche Förderprogramme und Stipendien, die Studenten bei einem Auslandssemester unterstützen. Informationen dazu erteilt dir das Akademische Auslandsamt an deiner Hochschule.

Erasmus

Das Förderprogramm Erasmus der Europäischen Union fördert Studienaufenthalte und Praktika in 33 europäischen Erasmus-Ländern. Bewerben können sich alle Studierenden ab dem 3. Semester, die zwischen drei und zwölf Monate an einer Gasthochschule im Ausland verbringen möchten. Voraussetzung ist, dass ihr gute Sprachkenntnisse vorweisen könnst und keine Mittel aus ähnlichen EU-Förderprogrammen bezieht oder beantragt habt. Wenn ihr für das Erasmus-Programm ausgewählt werdet, erhaltet ihr einen monatlichen Zuschuss von 150 bis 300 Euro, werdet von den Studiengebühren befreit und bei den Vorbereitungen eures Auslandsaufenthalts unterstützt. Außerdem werden die Studienleistungen, die ihr im Ausland erbracht habt, in Deutschland anerkannt. Für die Durchführung und Umsetzung des Erasmus-Programms ist in Deutschland der DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) zuständig. Weitere Informationen dazu findest ihr auf www.eu.daad.de.

Auslands-BAföG

Wenn ihr Inlands-BAföG bezieht, ist euch das Auslands-BAföG sicher. Aufgrund der höheren Freibeträge werden aber auch Studenten berücksichtigt, die keine Inlandsförderung erhalten. Wollt ihr für mindestens sechs Monate oder ein Semester im Ausland studieren? Dann kommt diese Art der finanziellen Unterstützung für euch in Frage. Es werden auch Auslandspraktika gefördert, wenn diese von der Studienordnung vorgeschrieben werden. Wenn ihr Auslands-BAföG bekommst, erhaltet ihr Zuschüsse zu den Studiengebühren, den Reisekosten sowie den Lebenshaltungskosten. Außerdem werden die Kosten für spezielle Auslandsversicherungen zum Teil übernommen. Wenn ihr euch für das Auslands-BAföG bewerben möchtet, solltet ihr gute Kenntnisse der jeweiligen Landessprache vorweisen können und euren Antrag mindestens 6 Monate vor der Abreise an eines der 17 BAföG-Auslandsämter stellen. Welches Amt für euch zuständig ist, erfahrt ihr hier bafög.de/auslandsfoerderung.

Stipendien

Bei der Vergabe von Stipendien kommt es im Gegensatz zum Auslands-BAföG nicht auf das Einkommen der Eltern an, sondern auf eure Studienleistung. Wenn ihr zum besten Drittel deines Jahrgangs gehört, kommt ihr für ein Stipendium des DAAD in Frage. Der DAAD ist der bekannteste Anbieter von Stipendien für Auslandssemester und unterstützt Studierende ab dem 3. Semester. Gefördert werden neben Auslandsaufenthalten spezielle Sprachprogramme und ausgewählte Praktika. Auf der Internetseite des DAAD findet ihr in einer Stipendiendatenbank alle relevanten Förderprogramme.
Im Rahmen des PROMOS-Programms vergeben Hochschulen Stipendien für kürzere Auslandsaufenthalte. Dadurch sollen Studierende auch während eines eng determinierten Bachelor-Studiums ermutigt werden, sich für einen Auslandsaufenthalt zu entscheiden.

Carlo-Schmid-Programm

Das Carlo-Schmid-Programm richtet sich an hoch qualifizierte Studierende und Graduierte, die ein Praktikum in einer EU-Organisation absolvieren möchten. Das Bewerbungsverfahren beinhaltet eine schriftliche Bewerbung, ein persönliches Gespräch, in dem ihr eure Motivation schildern musst, sowie eine anschließende Gruppendiskussion. Außerdem werden eure Kenntnisse über das Gastland und dessen Sprache geprüft. Die Anforderungen sind zwar hoch, doch das Programm hat auch einiges zu bieten: Stipendiaten erhalten mindestens 650 Euro pro Monat, Graduierte erhalten monatlich mindestens 1000 Euro. Wenn ihr ausgewählt werdet, werden für euch außerdem eine Auslands-, eine Unfall- sowie eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen und ihr erhaltet eine Reisekostenpauschale. Gefördert werden 3- bis 10-monatige Praktika bei internationalen Organisationen, die durch Eigeninitiative erlangt wurden, sowie Praktika, die im Rahmen des Carlo-Schmid-Programms ausgeschrieben wurden.

Bildungskredit

Das Bildungskreditprogramm der Bundesregierung bietet Studierenden einen zinsgünstigen und individuell anpassbaren Kredit an. Ein Bildungskredit ersetzt aber nicht die BAföG-Förderung und kann deshalb auch neben dem BAföG in Anspruch genommen werden. Ihr habt allerdings keinen Rechtsanspruch auf den Bildungskredit, da es dafür ein vorgegebenes Budget gibt. Wenn dieses ausgeschöpft ist, entscheidet das Datum des Antragseingangs darüber, wer den Kredit bekommt und wer nicht.

Studienkredit

Studienkredite werden nicht von der Regierung, sondern von staatlichen und privaten Kreditinstituten zu relativ günstigen Konditionen an Studenten vergeben, um sie bei der Finanzierung ihres Studiums zu unterstützen. Im Unterschied zu einem normalen Kredit erfolgt die Auszahlung nicht einmalig, sondern in kleineren Beträgen monatlich. Ein Vergleich zwischen den verschiedenen Angeboten lohnt sich hier auf alle Fälle.

Versicherung und Finanzierung im Auslandssemester

 

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