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Vegan essen im Studium - getoastete Brote mir Avocado, Tomate und Banane zum Frühstück an der Uni.

Vegan an der Uni: so einfach ist es

Heutzutage scheint es, als ob jede*r Veganer*in ist. OK… vielleicht übertreibe ich alles ein bisschen aber dieser Vegan-Trend ist definitiv auf dem Vormarsch. Es gibt aber leider eine Menge von Missverständnissen, was Veganismus betrifft. Nein – wir sind keine tierliebenden, Weihrauch räuchernden und friedliebenden Hippies. Im Mittelpunkt des Veganismus geht es darum, sich gesund zu ernähren, umweltbewusst zu leben und einen nachhaltigen Lebensstil zu führen.

Die Uni bietet die perfekte Möglichkeit an, veganes Essen auszuprobieren, sich mit diesem Lebensstil vertraut zu machen und – wer weiβ – vielleicht Veganer*in zu werden. Man genieβt diese neue Selbstständigkeit und Freiheit, die man zu Hause einfach nicht hatte. Als Student*in kann man kaufen und essen, was man will, ohne das Nörgeln von Mama und Papa.

Aber wo soll man eigentlich anfangen? Wie kann man eine vegane Ernährung am besten angehen? Was sind die besten Rezepte und Lebensmittel? Kann man sich das alles überhaupt leisten? In diesem Artikel teile ich mit euch ein paar Tipps, um euch allen zu zeigen, dass Veganismus und Uni perfekt zusammenhängen.

Essen zubereiten und Mahlzeiten recherchieren

Wenn man sich dafür entscheidet ins kalte Wasser zu springen und plötzlich Veganer*in zu werden, ist es wahrscheinlich, dass es nicht klappen wird. Beim Veganismus dreht sich alles um rücksichtsvolles und nachhaltiges Leben – das fordert Zeit und Vorbereitung. Aber das muss nicht unbedingt langweilig oder anstrengend sein und ich würde persönlich sagen, dass viele Vorteile dazu kommen.

Um sich vegan und gesünder zu ernähren, ist es vorteilhaft, wenn man neue Rezepte und Gerichte für die kommende Woche vorplant, damit man weiβ, welche gebrauchten Zutaten man im Supermarkt kaufen soll – die Organisation ist der Schlüssel zum Veganismus!

Das bedeutet jedoch nicht, dass ihr am Beginn jeder Woche eine sehr präzise und genaue Liste von Rezepten vorbereiten oder einen Zeitplan für das Essen immer im Kopf behalten müsst. Ich meine, diese Zubereitung wird euch dabei helfen, eure gute Absicht, sich vegan zu ernähren, zu Ende zu führen. Das Ziel ist es einfach, Lebensmittel im Kühlschrank zu haben, die für köstliche und (besonders wichtig für Student*innen) zeitsparende Rezepte sehr leicht verwendet werden können.

Es kann meiner Meinung nach viel Spaβ machen durch Pinterest zu scrollen und interessante Rezepte zu finden, die man mit Freunden ausprobieren kann. Und für Student*innen kann es nur ein Vorteil sein, Zeit in der Küche zu sparen und organisiert zu sein.

Vegan im Supermarkt einkaufen

Wenn man an Veganismus denkt, treten viele Bilder von teuren Käse-Alternativen, künstlich hergestellten Würsten und dekadenten Sorten von Eis im Kopf auf. Ich halte diese Bilder für falsch. Ja, es kann teuer sein veganes Essen zu kaufen. Aber das geht auch bei Tierprodukten. Es kommt nicht darauf an, ob man vegan oder nicht kauft, sondern was man kauft und welchen Marken man sich widmet.

Noch dazu sind normalerweise die billigsten Lebensmittel im Supermarkt vegan: Obst, Gemüse, Brot, Bohnen, Nudeln, Reis und Haferflocken sind dabei nur ein paar Beispiele. Käse- und Wurst-Alternativen können schon teuer sein, sowie ,normales‘ Fleisch und ,normaler‘ Käse. Aber denkt daran: wir sind Student*innen! Wir sind wirklich nicht in der Lage jeden Tag teure Lebensmittel im Supermarkt zu kaufen. Es ist dann besser für uns und unsere Taschen, dass wir billig kaufen – und es ist einfach so, dass viele dieser billigen und grundsätzlichen Lebensmittel auch vegan sind.

Sich mit anderen Veganer*innen anfreunden

Als ich anfing mich vegan zu ernähren, habe ich mich so verloren und verwirrt gefühlt. Ich hatte wirklich keine Ahnung davon, in welche Richtung ich gehen sollte und meine Ernährung schien plötzlich so langweilig und banal. Wenn man sich in dieser kritischen Lage befindet, wo sich alles so langweilig anfühlt, ist es sehr wahrscheinlich, dass man einfach aufgibt.

Nein! Ihr sollt nie aufgeben! Das ist mein Stück Motivation für heute. Das Manövrieren durch die Welt des Veganismus ist sicherlich einfacher, wenn ihr nicht allein seid. Es macht Spaβ, andere Veganer*innen oder Leute, die die gleichen Absichten teilen, zu finden und heutzutage wird es euch nicht so schwer fallen, Veganer*innen an der Uni zu finden. Ihr könnt am Freitagabend feiern und zusammen kochen, Rezepte teilen, neue Lebensmittel ausprobieren und so weiter und so fort. Und wenn man sich im Loch befindet und alles aus dem Blick verliert, kann es etwas Motivierendes und Erhebendes sein, auf andere zu schauen und zu sehen, wie sie eine neue Leidenschaft ausleben.

Das Wichtigste – alles Schritt für Schritt machen

Es ist unrealistisch zu denken, dass man von heute auf morgen Veganer*in werden kann. Dieser Prozess fordert ohne Zweifel Motivation, Kraft und Geduld. Man macht Fehler und lernt, was einem schmeckt oder eben nicht so schmeckt. Daher ist es von groβer Bedeutung, dass man realistisch versucht sich vegan zu ernähren oder regelmäßig vegan zu kochen. Es ist nicht empfehlenswert plötzlich auf alle Tierprodukte zu verzichten und einfach von Karotten und Hummus zu leben. Als Student*innen haben wir alle diese grauen und ermüdenden Tage, wo wir stundenlang in der Bibliothek arbeiten, sehr spät nach Hause kommen und ein Fertiggericht in die Mikrowelle werfen. Groβe Veränderungen sind ganz oft nicht in einem Schritt möglich.

Es ist deswegen viel besser, eure Gewohnheiten allmählich zu verändern. Dieses Vorgehen ist nachhaltiger als – wie schon bereits gesagt – ins kalte Wasser zu springen und alles mit geschlossenen Augen durchzuziehen. Nehmt zunächst mehr Gemüse in eure Ernährung auf. Reduziert dann vielleicht den Fleischkonsum, bis ihr nur einmal oder zweimal pro Woche Fleisch esst. Führt danach neue Alternativen in die Küche ein. Es ist kein Rennen, sondern ein Prozess.

Ich hoffe, dass dieser Artikel euch dazu motivert hat, veganes Essen auszuprobieren und euch mehr mit Veganismus an der Uni auseinanderzusetzen. Wenn man Gerichte im Voraus zubereitet und neue Alternativen und Rezepte recherchiert, um alles in der Küche bunt zu halten, dann ist Veganismus an der Uni sicherlich möglich. Ihr werdet im Handumdrehen Veganexperte!

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Über Katie McCarthy

Hi, ich bin Katie. Ich komme aus England und studiere Deutsch and Geschichte. Mein Ziel ist es, nach Berlin zu ziehen und als Journalistin zu arbeiten.

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