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Der Rundfunkbeitrag als Belastung für den Geldbeutel

Rundfunkbeitrag, Beitragsservice & Co.

Aller Anfang ist schwer – das gilt auch für ein frisch begonnenes Studium. Meist mit einem Umzug verbunden, erwartet die Erstsemester neben der Uni eine neue Stadt, neue Leute und eine neue Wohnung. Plötzlich muss man Miete zahlen, selbst seinen Stundenplan erstellen, sich für Prüfungen anmelden und der Kühlschrank füllt sich auch nicht von alleine.  Und hat man sich nach einigen Wochen endlich eingelebt, schafft es einkaufen zu gehen, ohne sich zu verlaufen und hat Freunde gefunden, wartet schon die nächste böse Überraschung auf den frischgebackenen Studenten. Denn schon bald wird der Tag kommen, an dem ein Brief mit der Zahlungsaufforderung von 17,50 Euro monatlich im Postkasten landet.

Was das ist?

Es ist der Rundfunkbeitrag, der von ARD, ZDF und dem Deutschlandradio erhoben wird, von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten also. Sobald sich eine volljährige Person brav im Einwohnermeldeamt umgemeldet hat, werden die Umzugsdaten automatisch an den Beitragsservice weitergeleitet. Der gefürchtete Brief flattert dann mit großer Gewissheit in den folgenden Wochen in die noch dürftig eingerichtete Wohnung. Kein Fernseher und kein Radio und damit auf der sicheren Seite? Nicht mehr! Von nun an heißt es, wie fett gedruckt auf der Vorderseite des Schreibens steht: Für alle – von allen.

Es ist nicht mehr entscheidend, ob und wie viele Rundfunkgeräte vorhanden sind, pro Wohnung ist ein Rundfunkbeitrag zu entrichten. Seit dem 1. Januar 2013 gibt es diesen geräteunabhängigen Beitrag. Da das Angebot der Sender heute auf unterschiedlichste Weise zu empfangen ist, ob über Radio, Fernsehen, Computer oder Smartphone, wird diese Änderung vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk als „zeitgemäß“ betrachtet. Die GEZ, die Gebühreneinzugszentrale existiert nun nicht mehr, sie wurde umbenannt in den ARD-ZDF-Deutschlandradio-Beitragsservice. Auch gibt es keine Rundfunkgebühr mehr, sie heißt jetzt viel mehr Rundfunkbeitrag.

Pro Wohnung ein Rundfunkbeitrag?

Klingt recht simpel, doch ist es etwas komplizierter, als es zunächst scheint. Wohnt man allein oder in einer WG besteht meist kein Zweifel, wie man die Sache mit dem Zahlen handhabt. Als alleiniger Mieter zahlt man selbst die Rundfunkgebühr, teilt man sich eine Wohnung, teilt man sich im Normalfall auch die Kosten. In diesem Fall ist es nur nötig, dass sich ein Bewohner für die Zahlung des Rundfunkbeitrages anmeldet. Im Studentenwohnheim ist das Ganze etwas schwieriger.

Hier stellt sich die Frage, wann eine Wohnung auch wirklich eine Wohnung ist. Schließlich teilt man sich häufig eine Küche und ein Bad. Hier gilt, dass eine Wohnung erst als Wohnung zählt, wenn sie eine ortsfeste baulich abgeschlossene Einheit ist, die zum Wohnen oder Schlafen geeignet ist, einen eigenen Eingang hat und nicht ausschließlich über eine andere Wohnung betreten werden kann. Am besten fragt man Studenten um Rat, die schon ein Semester oder mehr im selben Wohnheim leben. Diese müssten schon Erfahrung bei der Zahlung des Rundfunkbeitrags gesammelt haben.

Zuletzt noch ein erfreulicherer Hinweis: Studenten die BAföG erhalten, sind von der Rundfunkgebühr befreit! Und für alle, die eine Mahnung nach der anderen in den Mülleimer verbannen: Besser, man kommt der Zahlungsaufforderung nach, denn sonst kann es schnell zu unliebsamen Geldstrafen kommen.

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