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Känguru in Down Under

Einmal den Campus mit Kängurus teilen: Ein halbes Jahr in Down Under!

Ziemlich überrumpelt stand ich plötzlich tatsächlich mit einem riesigen Koffer ganz allein am Münchner Flughafen – auf dem Weg zum größten Abenteuer meines Lebens. Was während der ganzen Planung und Vorbereitung (die ich während des Praxissemesters neben all den neuen Eindrücken und Herausforderungen des Praktikums quasi nebenbei erledigen musste) noch so fern und unwirklich erschien, war jetzt plötzlich knallharte Realität. Den Flug nach Paris bekam ich gar nicht richtig mit. Ich fühlte mich wie in einem Traum. Dort angekommen wurde mir dann aber langsam bewusst, dass mich der nächste Flieger um die halbe Welt nach China bringen würde. Und von dort aus ging es dann weiter nach Australien – ans Ziel meiner Reise. Down Under – für ein halbes Jahr!

Die Vorbereitungsphase für Down Under war alles andere als problemlos verlaufen.

Fast bei jedem Schritt gab es irgendein Problem – ob bei der Wohnungssuche, der Überweisung der Studiengebühren, dem Visaantrag, der Fächerwahl und -anrechnung … warum also hatte ich den ganzen Stress auf mich genommen? Warum hatte ich mich für ein Auslandssemester am anderen Ende der Welt entschieden? Dafür gibt es einen einfachen Grund: Weil ich das Abenteuer suchte! Und das bekam ich dann auch. Im positiven Sinne natürlich.

Trotz beachtlichem Workload an der australischen Uni hatte ich in Down Under definitiv die beste Zeit meines Lebens! Neben diversen Hausarbeiten und Klausuren blieb nämlich noch genug Zeit, all die schönen Seiten Australiens voll auszukosten. Ich fuhr zu einem Surfcamp an einen der schönsten Strände Australiens und machte einen Kitesurf-Kurs. Ich sprang mit dem Fallschirm direkt über der Küste ab und genoss den Ausblick auf das tiefblaue Meer. Bei einem Hands-on Flight durfte ich in Begleitung eines Instructors selbst den Steuerknüppel einer Cessna in die Hand nehmen und über dem Meer kurven. Auch Trips nach Sydney und Auckland (inklusive einem Bungy-Sprung von der Auckland Bridge) waren natürlich Pflichtprogramm. Und selbstverständlich verliebte ich mich sofort Hals über Kopf in die Kängurus, die sich überall am Campus die Sonne auf den Pelz scheinen ließen.

Die Zeit wäre allerdings nur halb so toll gewesen, hätte ich dort nicht so wundervolle Freunde fürs Leben gefunden. Mit denen konnte ich all die schönen Momente und unvergesslichen Erinnerungen teilen und mit denen bin ich auch heute noch regelmäßig in Kontakt Am Ende des Semesters folgte dann noch ein weiteres Highlight: bei der Graduation Ceremony bekam ich in Robe und Hut feierlich vom Chancellor (ebenfalls mit schickem Hut und Robe) mein Zertifikat überreicht.

Es brach mir fast das Herz, nach 6 Monaten meine Sachen zu packen und dieses neue, aufregende Leben hinter mir zu lassen.

Doch zum Glück war das Abenteuer damit noch nicht beendet. Dieses Jahr konnte ich für einen Monat eine meiner besten Freundinnen aus dieser Zeit in Japan besuchen und das wundervolle Gefühl der Freiheit und des Abenteuers wieder aufleben lassen. Ich betrat Hogwarts in den Universal Studios in Osaka, trug einen Kimono in Kyoto, fütterte Hirsche in Nara, ließ mich in einem Gefängnis-Restaurant in Nagoya verhaften und in eine Zelle sperren, und fuhr mit dem Shinkansen nach Tokyo, wo ich die belebteste Kreuzung der Welt überquerte, in einem Igel-Cafe saß und mit Mickey Mouse-Ohren Disneyland durchstreifte. Für nächstes Jahr ist auch schon der Gegenbesuch geplant.

Wie man sieht – das Semester in Down Under hat mein Leben nachhaltig verändert und bereichert. Rückblickend war es die beste Entscheidung, die ich je getroffen hatte. Auch wenn meine langjährigen Ersparnisse danach um einiges geschrumpft waren, diese wundervolle Erfahrung war jeden Cent wert!

 

Über Ju Li

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